Nachrichten
Neues Outsider Art Museum in Amsterdam
19.05.2016
Neues Outsider Art Museum in Amsterdam
Amsterdam. Die niederländische Königin Máxima hat am 16. März 2016 ein neues Outsider Art-Museum in Amsterdam eröffnet. Das Zentrum für Außenseiterkunst besteht aus Museum, Galerie, einer Artothek und zwei Ateliers. Das Museum zeigt in seinem Bestand vor allem junge Werke der bekannten Sammlung Het Dolhuys. Vertreten sind unter anderem Künstler aus England, Frankreich, Holland, Iran und Japan, auch mit Psychiatrieerfahrungshintergrund. Hans Looijen, bisheriger Direktor des Dolhuys, hat die Leitung übernommen.

Die Niederlande beherbergen in Europa ein ungewöhnlich großes Spektrum an Kunsteinrichtungen der bzw. für die Outsider Art. Das neue Amsterdamer Museum sieht sich in seiner Arbeit bestärkt durch die diese Kunstrichtung katalysierenden heutigen Outsider Art-Messen in NewYork und Paris, sowie durch den Fakt, dass inzwischen selbst Aktionshäuser wie Christie’s Outsider Kunst im Programm haben.

Outsider Art Museum
Hermitage Amsterdam
Amstel 51, NL Amsterdam


- Foto: Presseinfo Veranstalter -
www.hermitage.nl
MAD PRIDE zog lautstark durch Köln
17.05.2016
MAD PRIDE zog lautstark durch Köln
Kräftige Demonstration der Andersartigkeit aus der Selbsthilfe
Köln. Initiiert durch ein Bündnis verschiedener Selbsthilfeorganisationen, darunter der LPE NRW e.V., fand am Pfingstmontag 2016 in Köln zum Ausklang des SOMMERBLUT-Festivals die zweite MAD PRIDE statt. Die Parade startete nachmittags mit rund 60 Teilnehmern am Ehrenfelder Bahnhof und erreichte ihr Ziel in Odonien mit weit über 200 Mitbewegten. Psychiatrieerfahrene BürgerInnen waren durch Einzelaktive, Vorstandsmitglieder und Landesinitiativenvertreter des LPE NRW, des Bundesverbandes BPE e.V., auch aus Berlin, Hamburg, Saarland und mit deren Freunden vertreten. Auch ein Mitarbeitender beim europäischen Kunstprojekt Art-Transmitter von und für Künstler mit und ohne seelische Handicaps nahm teil. Gemeinsam ging es mit der Musikgruppe "Kwaggawerk", mit Trompeten, Transparenten, Farben und Kreativität lautstark zur Abschlusskundgebung mit Ansprachen, Rap und mehr.

Verrückt, behindert, ausgegrenzt, unnormal, nicht dazugehörig. Selten ist diese vielfältige Gruppe von Menschen zusammen auf der Straße zu sehen. Nur Berlin hat eine weitere solche Parade in Deutschland, deren Wurzeln in Nordamerika liegen. Im Zentrum stehen Lebendigkeit, Kreativität, Lebenslust und der Stolz von Menschen, die anders sind. Die demonstrative MAD PRIDE lebt Inklusion mit einem fröhlich-bunt-verrückten Eigensinn und tritt für die Teilhabe aller Menschen ein, unabhängig von Behinderung, ethnischer und sozialer Herkunft, von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Weltanschauung. Alle BürgerInnen sind eingeladen, solidarisch mitzumachen. Mit verschiedensten KünstlerInnen wird das SOMMERBLUT-Finale zelebriert, als vitales Zeichen gesunder Multipolarkultur.

Für 2017 darf man sich auf der MAD PRIDE noch mehr „Normopathen“ wünschen, wie es eine Rednerin formulierte, sprich mehr inklusionsaktive Bürgerinnen ohne Handicaps und Besonderheiten, sowie vielleicht eine verstärkte Medienpräsenz mit z.B. dem WDR als Partner und einer/einem markanten SchirmherrIn aus der Kultur. Viele der Kölner Aktiven und TeilnehmerInnen wollen auch 2017 wieder dabei sein, weitere Freunde mitbringen und weiter fürs Miteinander Aller Beispiel sein und werben.


- Foto: BKS Saar / G. Peitz -
Art Brut in America. The Incursion of Jean Dubuffet
12.05.2016
Art Brut in America. The Incursion of Jean Dubuffet
Katalog zur Ausstellung erschienen
New York. Zur im Januar ausgelaufenen gleichnamigen Ausstellung im New Yorker American Folk Art Museum (art-transmitter.de berichtete) ist ein Katalog erschienen. Zwischen 1952 und 1962 war die neue Kunstströmung Art Brut über von Jean Dubuffet gesammelte Werke in den Staaten bekannt geworden, nachdem dieser 1951 seinen bedeutsamen Vortrag “Anticultural positions” im Arts Club of Chicago gehalten hatte. Der Katalog zeigt diesbezügliche Arbeiten von 39 Art Brut-Künstlern, beinhaltet vier Essays sowie den Vortrag von Jean Dubuffet.

“Art Brut in America. The Incursion of Jean Dubuffet”, Valérie Rousseau (Red.), American Folk Art Museum (Hrsg.), 248 S., 142 Illustr., englisch, ISBN 978-0-912161-26-6, AFAM 2016, 42,50 €


- Abb.: Presseinfo AFAM -
Termine

21.09.2018
3. „SeelenLand“-Abend 10.10. in Trier
„Barrierefrei wohnen. Auch für die Seele?“, Kästner-Livemusik mit Rap & Outsider Art

3. „SeelenLand“-Abend 10.10. in Trier

Trier. „SeelenLand – Zum Dritten“‚ heißt es am 10. Oktober, dem Welttag der Seelischen Gesundheit, bei der AWO in der Saarstraße und als erste Veranst mehr
20.09.2018
EXTRAORDINAIRE! in Heidelberg
Unbekannte Kunst aus Schweizer Psychiatrien um 1900
Heidelberg. Museum Sammlung Prinzhorn zeigt vom 11. Oktober 2018 bis 20. Januar 2019 die Wanderausstellung „Extraordinaire!“. Künstlerisches Schaffen mehr
17.09.2018
Kunst von Harald Stoffers
Bis 27.9. in Hamburg zu sehen
Hamburg. Galerie der Villa der Elbe-Werkstätten GmbH arbeitet als Werkstatt für behinderte Menschen (WfB) und zeigt bis 27. September 2018 abstrakt-te mehr