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Outsider Art auf Messe in Straßburg
08.11.2017
Outsider Art auf Messe in Straßburg
Galerie Pol Lemétais 17. bis 20. November auf der ST-ART
Strasbourg. Info ST-ART, AU COEUR DE L’EUROPE: Située à quelques pas du siège du Parlement européen, la foire d’art contemporain s’exprime dans un territoire culturel riche composé de la HEAR (Haute École des Arts du Rhin), du FRAC (situé à Sélestat), du MAMCS et du centre d’art européen Apollonia qui rayonnent au cœur de l’Europe. ST-ART propose au public d’explorer de nouveaux champs artistiques et de faire des découvertes. Le critique d’art, invité chaque année, donne une couleur à la foire en faisant un choix d’artistes de manière professionnelle et didactique. Pour mieux recevoir ses exposants et ses visiteurs ST-ART avance ses dates d’une semaine afin de ne plus coïncider avec le Marché de Noël de Strasbourg; la foire aura donc lieu du 17 au 20 novembre 2017.

Galerie Pol Lemétais (www.lemetais.com) ist mit Art Brut / Outsider Art auf der zeitgenössischen Kunstmesse ST-ART in Straßburg vom 17. bis 20. November 2017 präsent. Präsentierte Künstler sind unter anderen Paul Amar, Darédo, Anaïs Eychenne, Daniel Gonçalves, Jean-Yves Gosti, Mina Mond, Louis Pons und Sylvain Staëlens. Die Galerie führt auch große Namen wie André Robillard, Miroslav Tichý, Friedrich Schröder-Sonnenstern oder Madge Gill in ihrem Programm und war zuletzt auf der Outsider Art Fair 2017 in Paris und New York sowie auf der Lausanne Art Fair im Mai diesen Jahres vertreten.

ST-ART gilt heute als zweitgrößte Messe für zeitgenössische Kunst in Frankreich und bietet dieses Jahr auf dem Messeterrain der Europastadt auf 10.000 Quadratmetern 100 Galerien Raum. Man erwartet zur 22. Auflage um die 30.000 Besucher.

PARC DES EXPOSITIONS – HALL 7
Place Adrien Zeller
F 67000 Strasbourg
Tél.: + 33 (0)3 88 37 67 67


- Logo und französischer Infotext: Presseinfo Veranstalter -
www.st-art.com
27.10.2017
Outsider Art-Symposion in Düsseldorf
9./10.11.2017 an der Heinrich Heine-Universität
Düsseldorf. Unter dem Titel „Outsider Art - Historie, Gegenwart & Perspektive" führt die Düsseldorfer Heinrich Heine-Universität am 9. und 10. November 2017 ein Outsider Art-Symposion durch. Erörtert werden neue Ansätze in der Kunstbetrachtung, das Handling von Outsider Art in Ausstellungen und im Kunstmarkt, sowie das Promoten von Künstlern im historischen und zeitgenössischen Kontext. Als Referenten sind unter anderen im Programm: Dr. Monika Jagfeld (Museum im Lagerhaus, St. Gallen), Prof. Dr. Johann Feilacher (Museum Gugging, Österreich), Dr. Barbara Safarova (collection abcd, Paris) und Dieter De Vlieghere (Luca School of Arts, Brüssel).

Die Veranstaltung im Haus der Universität am Schadowplatz 14 in Düsseldorf wird vom Kunsthistorischen Institut der Universität organisiert und von den Kunsthistorikern Luise von Dryander, Natascha Kirchner und Prof. Dr. Hans Körner geleitet. Der Eintritt ist frei.

Hier der Flyer des Veranstalters, für weitere Informationen (PDF)
www.symposium-outsider-art.de
Irreguläre Kunst. Paris zeigt vorbehaltlos Outsider Art
26.10.2017
Irreguläre Kunst. Paris zeigt vorbehaltlos Outsider Art
SeelenLaute Saar zu Meetings und OAF an der Seine
Paris. Alles ganz normal. Unterstützende Ateliers mit Autodidakten-Outsider Art-Künstlern mit (meist psychosozialen und mentalen) Handicaps, präsentieren deren Werke neben kommerziellen Galeristen und öffentlichen Museen der Art Brut und Außenseiterkunst. So auf der diesbezüglich wichtigsten Kunstmesse in Europa, der aus New York kommenden Outsider Art Fair (OAF) Paris, die Ende Oktober 2017 ihren fünften Geburtstag an der Seine feiern konnte. Schon gewohnt, läuft diese bewusst zeitgleich zur Foire Internationale d’Art Contemporain (FIAC), der altetablierten Messe der Akademiekunst im Grand Palais. Unweit der Opéra Garnier waren über vier Tage auf zwei Etagen des Hôtel du Duc 35 internationale Aussteller - viele aus Frankreich, USA, aber auch aus England, Italien, Russland, Belgien, Holland, Deutschland, Japan, der Schweiz, Luxemburg und Haiti - einquartiert, sowie die führenden Fachzeitschriften Raw Vision (englisch) und Artension (aus Frankreich) und ein großer Bücherstand des Pariser Museum Halles St. Pierre, mit (in Deutschland dürftig verbreiteter) Genre-Kunstliteratur.

Aus Deutschland zeigte Galerie Isola des Frankfurter Galeristen, Psychologen und Kunstdenkers Patrick Lofredi Werke von Ernst Kolb, Thérèse Bonnelalbay und Markus Bell. Die nicht-therapeutischen Assistenzateliers Creative Growth Art Center aus Oakland (USA) vertraten ihre VIP-Künstler Dan Miller und Judith Scott. Miller, diagnostizierter Autist, arbeitet bis heute unermüdlich in den Ateliers, aktuell an einem zehn Meter breiten Bild. Judith Scott (verst. Künstlerin mit Downsyndrom) wurde durch ihre faszinierend verwundenen Textilarbeiten weltbekannt. In der Koje der New Yorker Donald Ellis Gallery ist eine imposante Arbeit des Tschechen Luboš Plný zu sehen. Plný, Miller und Scott wurden auf der diesjährigen Kunstbiennale in Venedig in der kuratierten Ausstellung gezeigt. Aus Sussex präsentierte sich das in England aus öffentlichen Kulturmitteln geförderte Inklusionsprojekt Outside In. Sein Motto: „Supporting artists facing barriers to the art world (due to health, disabilty, social circumstances or isolation)“. Begleitend fanden in Paris zwei öffentliche Podiumsgespräche zu ausgewählten Aspekten der Art Brut / Outsider Art statt. Mit dem Hamburger Kunstprofessor Franz Wilhelm Kaiser war hier auch ein Podiumsdiskutant aus Deutschland vertreten. Im Rahmen der OAF wurde der neue, mit 10.000 Euro dotierte Outsider Art-Preis von Magazin und Galerie Art Absolument vorgestellt. Eine Fachjury kürte ein herausragendes Werk eines auf der Messe vertretenen (lebenden) Künstlers. Zur Messe ist ein Katalog erschienen. Viertausend Besucher - rein kunstinteressiertes Publikum, darunter viele Sammler - frequentierten die Außenseiterkunstmesse. Kritiker schrieben dazu auf hohem Niveau in der Kunstpresse, die Feuilletons der Tagesmedien (wie Le Monde oder TF1) berichteten.

Zu grenzübergreifendem Informations- und Erfahrungsaustausch war auch SeelenLaute Saar in Paris vor Ort. Zu den Themenpunkten „Kunst und Seele“, „Kunst und Psychiatrie?“ sowie „Unterstützung von Künstlern mit Handicaps im europäischen Vergleich“ gab es aufschlussreiche Gespräche, Treffen und Vernetzungen mit Atelier- und Gremienvertretern aus Frankreich, England und Deutschland bzw. kreativen Selbsthilfeeinzelaktiven. Für SeelenLaute Saar stellte Gangolf Peitz in Paris die 2017er Außenseiterkunst-Sonderausgabe der Selbsthilfezeitung „SeelenLaute“ (worin man immer wieder von Neustem der Outsider Art berichtet) im der Messe benachbarten Starbucks-Café in kleinem Kreis vor. Zudem informierte er über das europäische inklusive Kunstprojekt Art-Transmitter, - mit Internetgalerie und dem deutschsprachigen Outsider Art-Nachrichtenportal unter art-transmitter.de.

Besuch und Aktivität von Selbsthilfe SeelenLaute Saar in Frankreich konnten dank Unterstützung der BAHN-BKK durchgeführt werden. Bei Organisation und Öffentlichkeitsarbeit war die Europäische Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V. (Dortmund) behilflich. Für 2018 überlegt man bei SeelenLaute ein ähnlich fruchtbares europäisches Meeting in Montpellier.


Foto: Patrick Lofredi von Galerie Isola auf der OAF Paris 2017

(c) G. Peitz, BKS Saar (Text + Foto)


Termine

20.11.2017
22.11. galerie gugging
Vernissage "Navratils Künstlergästebuch“
Maria Gugging (Österreich). Die Eröffnung der Ausstellung „Navratils Künstlergästebuch“ findet am 22. November 2017 um 19.00 Uhr statt und ist bis 14. mehr
15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr