Nachrichten
Psychonauten und Seelenkrebse
04.12.2009
Psychonauten und Seelenkrebse
ZOTTO, ein österreichischer „Seelen-Landschaftsmaler“
Wien/Österreich. ZOTTO, - so nennt sich ein österreichischer, der „Art Brut“ nahe stehender interessanter Künstler, der beim trialogischen Verein „Freiräume“ in Wien als Maler Mitglied ist. ZOTTOs Bilder entstehen meist spontan, wie z. B. das immer wiederkehrende Motiv der „Psychonauten“. Andere Bilderserien sind programmatisch durchkonstruiert und folgen einer bestimmten Thematik, insbesondere verfremdete Tierdarstellungen aller Art. Auch das rein Abstrakte hat seinen Platz. Im `“Matrix-Zyklus“ werden individuelle Farbverläufe mit einer konkreten Farbgestaltung kombiniert, was sehr farbintensive Bilder ergibt. Die Arbeiten sind meist in Acryl/Tusche ausgeführt, aber auch Mixed-Media-Werke gehören zum bildnerischen Opus.

Der Verein FREIRÄUME - FÜR MENSCHEN MIT PSYCHISCHEN PROBLEMEN ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Wien und hat über 70 Mitglieder. Der trialogisch besetzte Vorstand besteht derzeit aus einem Betroffenen, einer Angehörigen und zwei diplomierten Sozialarbeiter/innen. Der Vorstand wird von einem Fachbeirat unterstützt. Der Verein bietet regelmäßig trialogische Treffen in der städtischen Volkshochschule (Stöbergasse) an sowie Sonderverantsaltungen und gibt Publikationen heraus.

Kontakt zum Künstler:
ZOTTO, c/o Verein FREIRÄUME, Mosergasse 6/10, A-1090 Wien, Email: info@freiraeume.at, Tel. 0043 0699/81 35 82
www.freiraeume.at/index.html
Renata Linnhoff mit Ateliers jetzt in Rheinland-Pfalz
03.12.2009
Renata Linnhoff mit Ateliers jetzt in Rheinland-Pfalz
Die weltoffene Künstlerin plant Israel-Reise für 2012
Luxemburg/Rascheid. Die deutsch-luxemburgische Berufskünstlerin Renata Linnhoff ist jetzt mit ihren Ateliers vom Senninger Berg im Großherzogtum Luxemburg nach Rheinland-Pfalz umgezogen. Dies teilte sie der Nachrichtenredaktion von art-transmitter.de über unseren Regionalmitarbeiter mit. Wie sie informierte, verbleibt in Luxemburg aber ein künstlerisches "Standbein" (tel. Kontakt unter 00352/621486823). Für 2010/11 sind neue Ausstellungen im Nachbarland in Vorbereitung.

Die durch bedeutsame Studien- und Ausstellungsaufenthalte in Europa und Mittelamerika bekannte Malerin hat sich zum weiteren bildnerischen Arbeiten in die Ruhe des Hunsrücks, ins Dorf Rascheid (bei Hermeskeil/Trier) zurückgezogen, wo sie in den nächsten Jahren ein Kunstzentrum aufbauen will. Mit ihrer Ausstellung "- 2000 + 2000 + 2000 = 2000" in der Europäischen Rechtsakademie, ERA Trier (Art-Transmitter berichtete) hieß man sie bereits im Frühjahr in der Kunstszene von Rheinland-Pfalz herzlich willkommen. Nach ihrer kunstterminlichen Karibikreise 2008 plant Renata Linnhoff für das Jahr 2012 einen Aufenthalt in Israel, wo sich die Künstlerin auch mit Mitarbeitern von Art-Transmitter im Rahmen einer Festlichkeit zu einem besonderen Erfahrungsaustausch treffen will.

Die weltoffene, universell denkende und arbeitende Malerin ist seit 2008 Mitglied des Kunstprojektes "Art-Transmitter". Einige ihrer durchgängig großformatigen, farbintensiv in Öl gearbeiteten und motivisch mit Mythen, Mystik und Ornamentik durchdrungenen Werke finden Sie hier in unserer Internetgalerie.
Bei Interesse an Bildern von Renata Linnhoff aus dem Präsenzbestand der Sammlung "Art-Transmitter" wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter in Dortmund unter Tel. +49 (0) 231 39 98 04 93
www.art-transmitter.de/index.php?tp=303&artist=150
Aufregende Kunst im Krankenhaus - Hausverbot für Art Brut?
02.12.2009
Aufregende Kunst im Krankenhaus - Hausverbot für Art Brut?
Klinik hat anderes Kunstverständnis als Betroffene
Mülheim/Ruhr. Zum regulären Veranstaltungs- und Therapieprogramm des St. Marien-Hospitals in Mülheim an der Ruhr gehört auch die Bildende Kunst mit und für PatientInnen dieser psychiatrischen Klinikeinrichtung. Man versteht Kunst hier als eine wichtige Komponente und mehr als das "Behängen weißer Flächen". Ständige Wechselausstellungen im Marienhospital sollen eine besondere Atmosphäre schaffen. Man ist dabei überzeugt, dass Kunst und Bilder für die Beschäftigten, Patienten und Besucher wichtig geworden sind und den Heilungsprozess der Patienten fördern.

Das Mülheimer Krankenhaus, eine kirchliche Einrichtung der Contilia Gruppe, vertritt dabei ein eigenes Kunstkonzept. Wie das Haus mitteilt, sei man "kein Museum, .. in dem Kunst provozieren darf und soll." Vielmehr dürfe Im Krankenhaus die Kunst anregen, "sollte aber niemals aufregen". Es sei stets ein Balanceakt zwischen den Ansprüchen des Künstlers und der "Unaufdringlichkeit der Werke und Exponate" zu wahren.

Diese Aussagen stießen nun im Rahmen einer aktuellen Kulturdiskussion bei psychiatrieerfahrenen und nicht-betroffenen Künstlerinnen und Künstlern auf deutliche Kritik. So hieß es von Experten aus Kultur und Gesundheitsselbst-
hilfe in einem Chat mit der Redaktion der Selbsthilfezeitschrift "SeelenLaute",
man begegne einem solchen Kunstbegriff mit Unverständnis. Gerade im Krankenhaus müsse Kunst von Patienten frei und befreiend möglich sein, um Menschen mit belasteten Emotionen auch medikamentenfreie, heilende künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten und alternative Genesungswege zu geben. Dies sei nachweislich von hohem therapeutischem Wert, denn nicht wenige Patienten erkrankten ja, weil sie Kritik und provozieren verlernt oder nicht gelernt hätten. Kunstfreiheit müsse hier praktisch ausgeübte Selbstbestimmung sein.
Wichtige Aufgabe einer Fachklinik sei es doch hier, seelisch beeinträchtigte Menschen auch in der so genannten Art Brut künstlerisch zu fördern. Eine Kunst, die in einer Therapieeinrichtung nicht provozieren dürfe, weder aufregend noch aufdringlich sein könne, sei traurig, langweilig, verfälscht und somit defizitär. Ein katholischer Teilnehmer merkte abschließend im November-Chat der "SeelenLaute" an, in unserem Kulturkreis habe auch Jesus Christus als gesellschaftlicher Outsider Anderssein und Provokation "gegen den Strom" gesund vorgelebt. Dies sei wichtige Lebenskunst.

Kontakt/Informationen zu den Ausstellungen im St. Marien-Hospital:
St. Marien-Hospital Mülheim an der Ruhr GmbH, Kaiserstraße 50, 45468 Mülheim an der Ruhr. Telefon (0208) 305-27 57

Bei Interesse am Erwerb von Bildern vermittelt die Klinik gerne den
den Kontakt zu den ausstellenden Künstlern.
Termine

20.11.2017
22.11. galerie gugging
Vernissage "Navratils Künstlergästebuch“
Maria Gugging (Österreich). Die Eröffnung der Ausstellung „Navratils Künstlergästebuch“ findet am 22. November 2017 um 19.00 Uhr statt und ist bis 14. mehr
15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr