Nachrichten
20.07.2010
Goethe-Institut vergibt Künstlerstipendien in Kyoto
Deutsche Künstlerresidenz in Kyoto feiert 2011 Eröffnung
Kyoto/Japan. Die deutsche Künstlerresidenz des Goethe-Instituts in Kyoto, die Villa Kamogawa, feiert im nächsten Jahr ihre Eröffnung. Mit der Villa Kamogawa bietet das Goethe-Institut Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland die Möglichkeit, im Rahmen eines dreimonatigen Stipendiums in Japan zu leben und zu arbeiten. Stipendiaten können sich ab sofort bis Mitte September für das kommende Jahr bewerben.

Der Aufenthalt in Kyoto soll den Stipendiaten als Inspiration und künstlerische Orientierung dienen. Im direkten persönlichen Austausch mit der Kulturszene vor Ort können sie neue Projekte entwickeln und nachhaltige Arbeitskontakte zu japanischen Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden aufbauen oder vertiefen. Auf diese Weise entfaltet sich ein interkultureller Dialog, der sowohl für die Stipendiaten als auch für die japanische Kunstszene eine Bereicherung darstellt.

Einmal jährlich vergibt das Goethe-Institut 12 Stipendien an in Deutschland lebende Künstler und Kulturschaffende für einen Aufenthalt in der Villa Kamogawa. Es werden Stipendiaten aus folgenden künstlerische Bereichen gefördert: Architektur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Design, Literatur, Musik, Film, Kulturtheorie/ -kritik.

Kontakt und weitere Informationen hier:
www.goethe.de/ins/jp/kam/deindex.htm
„Entartete Kunst“ - Traurige Perversion der Kunstfreiheit
16.07.2010
„Entartete Kunst“ - Traurige Perversion der Kunstfreiheit
FU Berlin stellt Werke ins Netz
Berlin. Die gleichnamige Forschungsstelle der FU Berlin hat erstmalig ein Gesamtverzeichnis der 1937 in deutschen Museen beschlagnahmten Werke erstellt. Das Verzeichnis hat 20.000 Einträge uns ist nun online verfügbar. Von besondere Brisanz dürfte das Verzeichnis für die Nachfahren der aufgeführten Künstler sein, die z.T. heute noch auf Rückgabe der Werke warten.

Die Ausstellung "Entartete Kunst" wurde am 19. Juli 1937 in München eröffnet und zeigte 650 konfiszierte Kunstwerke aus 32 deutschen Museen. Bis April 1941 wanderte sie in zwölf weitere Städte. Sie zog über 3,2 Millionen Besucher an. Eröffnet und ins Leben gerufen wurde die Ausstellung vom deutschen Propaganda-Nazi Joseph Goebbels und Adolf Ziegler, dem Präsident der damaligen "Reichskammer der Bildenden Künste". Betroffen von den menschenfeindlichen „Säuberungen“ waren 1.400 Künstler, wie z.B. Emil Nolde, Ernst Barlach, Marc Chagall, Paul Klee und Otto Dix.

Als "Entartete Kunst" galten im NS-Regime alle Kunstwerke und kulturellen Strömungen, die mit dem Kunstverständnis und dem Schönheitsideal der Nationalsozialisten nicht in Einklang zu bringen waren: Expressionismus, Impressionismus, Dadaismus, Neue Sachlichkeit, Surrealismus, Kubismus oder Fauvismus. Das sind Kunstrichtungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Das Wort „entartet“ sollte deutlich machen, dass die Kunstwerke von Menschen stammten, die angeblich nicht „normal“ waren. Auf großen Schrifttafeln wurden Lügen über die Künstler verbreitet, zudem religiöse und politische Bekenntnisse wie z.B. zum Judentum oder Kommunismus als "Übel" angeprangert und sie als geisteskrank bezeichnet. Mit Begrifflichkeiten die in Deutschland fast einem Todesurteil gleich kamen. Die Kunstwerke wurden außerdem mit Zeichnungen geistig behinderter Bürger gezeigt und mit Fotos verkrüppelter Menschen kombiniert. Sie sollten bei den Besuchern Abscheu und Beklemmung erregen.

Der Angriff auf die Moderne und ihre Vertreter betraf auch Literatur, Film, Theater, Architektur oder Musik. Moderne Musik wie der Swing wurde auf der am 24. Mai 1938 eröffneten Ausstellung "Entartete Musik" ebenso barbarisch denunziert wie die Musik von international renommierten Komponisten wie Hanns Eisler, Paul Hindemith oder Arnold Schönberg. - Die deutsche Perversion der Kunst- und Kulturfreiheit nahm ihren traurigen Lauf.

Das o.g. Gesamtverzeichnis finden Sie hier
www.geschkult.fu-berlin.de/e/db_entart_kunst/index.html
Claudia Quick im Landgericht Dortmund
15.07.2010
Claudia Quick im Landgericht Dortmund
Ausstellung vom 15. Juli bis 15. September 2010
Dortmund. Mit einer Vernissage eröffnet Art-Transmitter-Künstlerin Claudia Quick am Donnerstag, 15. Juli um 15.30 Uhr im Landgericht Dortmund, Kaiserstraße 34 ihre Ausstellung "VierKlang". Siegfried Hiltmann (Saxophon) sorgt für die musikalische Gestaltung der Eröffnung. Die Ausstellung ist bis zum 15. September 2010 zu besichtigen.

Zwei ausgewählte Werke von Claudia Quick in der Sammlung Art-Transmitter finden Sie hier:
www.art-transmitter.de/index.php?tp=303&artist=137
Termine

20.11.2017
22.11. galerie gugging
Vernissage "Navratils Künstlergästebuch“
Maria Gugging (Österreich). Die Eröffnung der Ausstellung „Navratils Künstlergästebuch“ findet am 22. November 2017 um 19.00 Uhr statt und ist bis 14. mehr
15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr