Nachrichten
15.03.2011
Nach Hamburg jetzt Berlin: Die Kunst schlägt zurück!
Kulturpolitische Initiativen gehen auf die Barrikaden
Berlin. 228 Berliner Künstler und Kulturschaffende haben sich in einem offenen Brief unter dem Motto „Haben und Brauchen“ an den Kultursenator und Regierenden Oberbürgermeister Klaus Wowereit gewandt, um gegen kurzweilig aufgepeppte Kunstevents, gegen prekäre Arbeitsbedingungen für Künstler und für eine strukturfördernde Kulturpolitik zu demonstrieren. Hintergrund der Forderungen ist die von Wowereit ins Leben gerufene „Leistungsschau junger Kunst aus Berlin“, die von vielen als Wahlkampfschachzug bewertet wird. Nachdem Wowereit das Konzept einer temporären Kunsthalle im Humboldthafen für zeitgenössische Berliner Kunst vorgestellt hatte, rief er in Berlin lebende Künstler auf, ihre Portfolios einzusenden, die wiederum von einem bestellten Kuratorium gesichtet werden.
Viele Künstler haben den „Wettbewerb“ um die Leistungsschau boykottiert und begründen dies folgendermaßen: „Es konnte bisher nicht überzeugend dargelegt werden, wie die so genannte Leistungsschau das Konzept einer Kunsthalle erproben will, deren mittelfristige Finanzierbarkeit fragwürdig ist. Vielmehr ignoriere das Vorhaben die seit Jahren geführte Debatte über Sinn und Notwendigkeit einer ständigen Berliner Kunsthalle. In drei Punkten fordern sie unter anderem einen öffentlichen Dialog darüber, wie die Produktions- und Präsentationsbedingungen von zeitgenössischer Kunst in Berlin "außerhalb medienwirksamer Leuchtturm-Projekte nachhaltig gefördert und weiterentwickelt werden können.“

Die Berliner Künstler und Kulturschaffende, darunter Künstler wie Ólafur Ólafsson oder die Grünen Politikerinnen Alice Ströver, MdA und Agnes Krumwiede, MdB, verwehren sich gegen eine „von Effizienz und Leistungsfähigkeit“ geprägte Kunst, die eine Objektivier- und Messbarkeit der Qualität künstlerischer Produktion suggeriere. Zudem kritisieren sie die Undurchsichtigkeit bei der Auswahl der Kuratoren, der Auswahl der architektonischen Bespielung des Humboldthafens sowie die Nachnutzung des Geländes.
14.03.2011
Literaturwettbewerb "Barrieren überwinden" der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie
Auch Kunstbezogene Texte möglich. 6000 Euro Preisgeld ausgelobt
Freiburg. "Barrieren überwinden", so lautet der Literatur-Wettbewerb, den die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP) anlässlich der diesjährigen Kampagne des Deutschen Caritasverbandes ausschreibt. Prämiert werden literarische Texte wie Kurzgeschichten, Essays, Novellen, Märchen oder Gedichte, die den Weg zu einer inklusiven Gesellschaft in den Blick nehmen.

Teilnahmeberechtigt sind alle Menschen mit und ohne Behinderungen ab dem vollendeten 14. Lebensjahr. Die literarischen Texte sollen in einer klaren und leicht verständlichen Sprache geschrieben sein und müssen sich mit Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen beschäftigen.
Die Preisverleihung des Literatur-Wettbewerbs "Barrieren überwinden" findet auf der CBP-Mitgliederversammlung am 16./17. November 2011 in Freiburg statt. Geplant ist zudem eine Veröffentlichung der zehn besten Beiträge. Die drei besten Werke werden mit Preisgeldern ausgezeichnet. 1. Preis: 3.000 Euro, 2. Preis: 2.000 Euro, 3. Preis: 1.000 Euro.

Mit dem Literatur-Wettbewerb ‚Barrieren überwinden’ will der Fachverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie literarisch tätige Menschen fördern, die in ihren Texten und Schriften den Weg zu einer Gesellschaft, die niemand ausgrenzt, in den Blick nehmen.

Einsendeschluss ist der 30. Juni 2011.

Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V.
Karlstr. 40, D-79104 Freiburg
Tel. 0761/200301

Hier Flyer und link für die genaue Ausschreibung (oder postalisch/telefonisch anfordern) und weitere Informationen (PDF)
www.cbp.caritas.de/77375.asp
10.03.2011
"Dr. med. Mabuse" Nr. 190 zu Psychiatrie heute
Mit Artikeln über Psychiatriemuseen und so genannte Patientenzeitungen
Frankfurt a. M. In der aktuellen Ausgabe Nr. 190 der Zeitschrift "Dr. med. Mabuse" (Fachzeitschrift für Medizinal- und Pflegeberufe, Betroffene und Gesundheitsinteressierte) lautet das Schwerpunktthema: Psychiatrie heute.
Artikel wie "Psychiatrie in Not. Von der Psychiatriereform bis heute", "Und bist du nicht willig … Erfahrungen mit Gewalt", "Fließband-, Schmalspur-, Zweiklassenpsychiatrie. Die Kälte der Kommerzialisierung" oder „Was hat meine Erfahrung mit der eines anderen zu tun? - Psychiatrie-Erfahrene als Genesungshelfer" laden zu interessanter Lektüre ein.

Auch künstlerisch-kreative Aspekte der Psychiatrie werden im Heft berücksichtigt. Rolf Brüggemann macht einen "Streifzug durch die bedeutendsten Psychiatriemuseen Europas" und Dorit Schradi schreibt über "Schreibkultur. Patientenzeitungen in der Psychiatrie".

Das Schwerpunktheft kann zum Einzelpreis von 7 Euro (+ 95 Cent Porto Inland, 3 Euro Porto Ausland) bestellt werden. "Dr. med. Mabuse" Nr. 190 ist ab 10. März auch an gut sortierten Bahnhofs- und Flughafenkiosken erhältlich.

Mabuse-Verlag GmbH,
Kasseler Str. 1a, 60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069-70 79 96-16
online@mabuse-verlag.de
www.mabuse-verlag.de
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