Nachrichten
25.03.2011
Landtagswahlen sind immer auch Kulturwahlen
Deutscher Kulturrat befragt Parteien zu Wahl in Baden-Württemberg und RLP
Berlin. Mit Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wird in zwei weiteren Ländern noch im ersten Quartal des Jahres 2011 gewählt. Am Sonntag, den 27.03.2011, sind die Wahlberechtigten in diesen beiden Bundesländern aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Aufgrund der kulturpolitischen Bedeutung der in diesem Jahr stattfindenden (mindestens) sieben Landtagswahlen, hat der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, sogenannte Wahlprüfsteine zu den Landtagswahlen formuliert. Gefragt wurden die Landesverbände der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien ungeachtet ihrer aktuellen Präsenz im jeweiligen Landesparlament.

Die Fragen des Deutschen Kulturrates beziehen sich zum einen auf Themen, die vor allem auf landespolitischer Ebene (Kulturfinanzierung, Kulturelle Vielfalt, Kulturelle Bildung, Kulturwirtschaft) angegangen werden müssten und zum anderen auf mögliche Aktivitäten auf der Ebene des Bundesrats (Steuerrecht, Urheberrecht, Arbeit- und Sozialrecht).

Vor allem lokale und regionale Kulturinitiativen und Künstler äußern in wachsendem Maß Unzufriedenheit mit der heutigen minimal(isiert)en öffentlichen Kulturförderung, wie auch zur entsprechenden Politik der meisten Parteien.
18.03.2011
"Recovery-Geschichten" von Betroffenenkünstlern?
Schreibwettbewerb aus Italien sucht Erfahrungsberichte - 3 x 300 € ausgelobt
Bozen/Italien. "Erzähle deine Geschichte!" - Der (zweisprachige) Verband Angehöriger und Freunde psychisch Kranker in Italien/Südtirol hat einen europaweiten Schreibwettbewerb "Recovery-Geschichten" ausgeschrieben.

Wer als Betroffener z.B. auch von eigenen Gesundungserfahrungen mit aktiver Malerei und so genannter Outsider Art berichten kann, ist zur Teilnahme herzlich eingeladen. Dabei soll auf bestimmte Fragen geantwortet werden. Der Text soll maximal 10 Seiten (Format A4) umfassen und möglichst am Computer geschrieben sein. Es ist möglich, anonym am Wettbewerb teilzunehmen (es muss aber eine e-mail-Adresse und/oder eine Postanschrift angegeben werden, damit die Organisatoren den/die Teilnehmer/in kontaktieren können).
Eine internationale Jury bewertet die Einsendungen und ermittelt den jeweiligen Sieger der Texte in deutscher, italienischer und englischer Sprache.
Drei Sieger erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 300 Euro, zur Verfügung gestellt von der Gemeinde Bozen, Assessorat für Kultur. Die Siegerehrung mit Preisvergabe findet am Abend des 6. Mai 2011 im Rahmen der „International Conference on Recovery“ (siehe: http://convention.eurac.edu/recovery) statt.

Beiträge sind bis 15. April 2011 per E-mail oder im Brief einzusenden an:

e-mail: info@selbsthilfe.it (Betreff: Literarischer Wettbewerb)

Verband Angehöriger und Freunde psychisch Kranker
-Literarischer Wettbewerb-
Galileo-Galilei-Straße 4/a
I -39100 Bozen (Italien)
Tel. 0471 26 03 03 / Fax 0471 40 86 87

Ausschreibung und die Teilnahmebedingungen sind abrufbar unter:
www.selbsthilfe.it
15.03.2011
Nach Hamburg jetzt Berlin: Die Kunst schlägt zurück!
Kulturpolitische Initiativen gehen auf die Barrikaden
Berlin. 228 Berliner Künstler und Kulturschaffende haben sich in einem offenen Brief unter dem Motto „Haben und Brauchen“ an den Kultursenator und Regierenden Oberbürgermeister Klaus Wowereit gewandt, um gegen kurzweilig aufgepeppte Kunstevents, gegen prekäre Arbeitsbedingungen für Künstler und für eine strukturfördernde Kulturpolitik zu demonstrieren. Hintergrund der Forderungen ist die von Wowereit ins Leben gerufene „Leistungsschau junger Kunst aus Berlin“, die von vielen als Wahlkampfschachzug bewertet wird. Nachdem Wowereit das Konzept einer temporären Kunsthalle im Humboldthafen für zeitgenössische Berliner Kunst vorgestellt hatte, rief er in Berlin lebende Künstler auf, ihre Portfolios einzusenden, die wiederum von einem bestellten Kuratorium gesichtet werden.
Viele Künstler haben den „Wettbewerb“ um die Leistungsschau boykottiert und begründen dies folgendermaßen: „Es konnte bisher nicht überzeugend dargelegt werden, wie die so genannte Leistungsschau das Konzept einer Kunsthalle erproben will, deren mittelfristige Finanzierbarkeit fragwürdig ist. Vielmehr ignoriere das Vorhaben die seit Jahren geführte Debatte über Sinn und Notwendigkeit einer ständigen Berliner Kunsthalle. In drei Punkten fordern sie unter anderem einen öffentlichen Dialog darüber, wie die Produktions- und Präsentationsbedingungen von zeitgenössischer Kunst in Berlin "außerhalb medienwirksamer Leuchtturm-Projekte nachhaltig gefördert und weiterentwickelt werden können.“

Die Berliner Künstler und Kulturschaffende, darunter Künstler wie Ólafur Ólafsson oder die Grünen Politikerinnen Alice Ströver, MdA und Agnes Krumwiede, MdB, verwehren sich gegen eine „von Effizienz und Leistungsfähigkeit“ geprägte Kunst, die eine Objektivier- und Messbarkeit der Qualität künstlerischer Produktion suggeriere. Zudem kritisieren sie die Undurchsichtigkeit bei der Auswahl der Kuratoren, der Auswahl der architektonischen Bespielung des Humboldthafens sowie die Nachnutzung des Geländes.
Termine

20.11.2017
22.11. galerie gugging
Vernissage "Navratils Künstlergästebuch“
Maria Gugging (Österreich). Die Eröffnung der Ausstellung „Navratils Künstlergästebuch“ findet am 22. November 2017 um 19.00 Uhr statt und ist bis 14. mehr
15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr