Nachrichten
Jean Dubuffet photographic albums
04.08.2017
Jean Dubuffet photographic albums
Lausanne. From 1945 until 1970, Jean Dubuffet documented his art brut collection with photographs of the works. Furthermore he photographed other works that were of interest to him. 14 albums with this photographs have been preserved since 1976 in the archives of the Collection de l´Art Brut in Lausanne. Its director Sarah Lombardi and Vincent Monod edited an 824 page book of Dubuffet´s photo albums, including texts by Baptiste Brun, Nicolas Garnier, Karoline Lewandowska, Jean-Hubert Martin, Jérôme Pierrat and Michel Thévoz.

(Image: PressInfo Publisher)

Available (150 CHF) via
www.artbrut.ch
02.08.2017
„Placebo – Nocebo. Die Macht der Gedanken über unsere Gesundheit“
Kunstwettbewerb zur 10. Themenausstellung im Wilhelm-Fabry-Museum
Hilden. Die zehnte Themenausstellung des Wilhelm-Fabry-Museums findet unter dem Titel „Placebo – Nocebo. Die Macht der Gedanken über unsere Gesundheit“ als Ergebnis eines Kunstwettbewerb vom 25. Februar bis 12. August 2018 in Hilden statt. Dazu schreibt der Veranstalter: „Erwartungen können heilen. Eine Schmerztablette wirkt, wenn man erwartet, dass eine Wirkung eintritt, und dann passiert es auch. Hoffnungen und Erwartungen regen die Produktion von Botenstoffen an. Aber Erwartungen können auch krank machen. Welchen Einfluss haben Gedanken auf unser Befinden, auf unser Wohlbefinden, auf Symptome oder vielleicht sogar auf Krankheiten und ihren Verlauf?“

Im Rahmen eines Wettbewerbs sind bildende Künstlerinnen und Künstler gebeten, Fotos von maximal zwei Arbeiten jeweils als Print und als Datei mit hoher Auflösung auf CD bis zum 30.09.2017 einzureichen. Bei der künstlerischen Umsetzung dürfen alle Medien berücksichtigt werden. Über die Teilnahme entscheidet eine Jury, vier Preise von 250 bis 750 Euro werden ausgelobt.

Bewerbungsformulare und Teilnahmebedingungen sind im Netz unter nachstehender Adresse zu lesen, oder können per Telefon (02103/5903) bzw. E-Mail (info@wilhelm-fabry-museum.de) angefordert werden.
www.wilhelm-fabry-museum.de
Grenzübergreifende Info- und Kunst-Tour für seelische Gesundheit
27.07.2017
Grenzübergreifende Info- und Kunst-Tour für seelische Gesundheit
Selbsthilfeaustausch in Prüm, St. Vith und Ettelbrück. Besuch MADmusée in Liège
Lüttich. Zu einem Wissens- und Erfahrungsaustausch trafen sich an drei Tagen im Juli in Cafés in Prüm, St. Vith und Ettelbrück deutsche (Rheinland-Pfalz und Saarland), ostbelgische und Luxemburger Psychiatrieerfahrene, Freunde und Interessierte, – darunter KünstlerInnen mit und ohne seelische Handicaps. Die Idee für die länderübergreifende Informationsprojekt-Tour kam aus der rheinland-pfälzischen Selbsthilfe SeelenWorte RLP. Wesentliches Schwerpunktthema aller Besprechungen war Zeitungs- und Medienarbeit der spezifischen Selbsthilfe. Beim gleichzeitigen Gremientreffen in Ettelbrück war zudem Selbsthilfe SeelenLaute Saar beteiligt.

Schon länger besteht ein Kontakt mit den Kreativ-Ateliers für Menschen mit psycho-sozialen Einschränkungen in Vielsalm (La Grand ´S´), sowie mit kreativen Selbsthilfe-Personen aus Luxemburg. Im Großherzogtum traf man sich wieder in ausgewählter Runde in der Cafeteria des Ettelbrücker CHdN-Hospitals. Neu war eine Zusammenkunft im Klinikum St. Josef in St. Vith im deutschsprachigen Belgien, die neben dem stationären Krankenhausbetrieb ein psychiatrisches Tagesklinikangebot vorhält. Treffpunkt innerhalb der SeelenWorte-Info-Tour war dort das Café Melie im Klinikum. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) ist die berufliche Psychiatrie über einen Verband organisiert (www.psychiatrieverband.be). Organisierte PE-Selbsthilfegruppen sind weder beteiligt noch in der Öffentlichkeit präsent. Einige wenige Einzelaktivisten bemühen sich um Stimme und Mitspracherechte betroffener BürgerInnen. Eine Art Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Sinne traditioneller „Patientenvertretung“ ist der „Patienten Rat & Treff” (VoG) mit Sitz in Eupen und Zweigstelle in St. Vith, im Netz unter www.patientenrat.be zu finden, wo man in den links an Selbsthilfen auf deutscher Seite im Raum Aachen verweist.

Zum weiterbildenden Programm gehörte schließlich ein Besuch des MADmusée (Musée de la Art Différencié) in der rue Fabry in Lüttich, in dessen Kunstbestand eine große Zahl von Werken von Kulturschaffenden mit Psychiatrieerfahrung oder geistigen Handicaps ist. Derzeit stellt man in den Staaten aus, im Herbst sind zwei Ausstellungen an anderer Stelle in Liège, denn ein eigenes, neu gebautes Museumsgebäude ist gerade am Werden. Die Sammlung in der Wallonie begann in den 1990er Jahren mit der Akquirierung von Arbeiten aus den Créahm-Workshops (1970er Jahre startend, nachfolgend als CAD) der Großstadt, den CEC-Ateliers in Vielsam und weiteren, bis sie sich auf heute über 2.500 Exemplare der Outsider Art aus aller Welt erweiterte. Außenseiterkunst erfährt hier profunde Darstellung, Diskussion und Dokumentation. In Belgien ist es dabei normal, dass Ateliers mit Assistenzen für beeinträchtigte Künstlerinnen vom Kultusministerium oder dem für Internationale Beziehungen gefördert werden und nicht nur aus sozial-gesundheitlichen Finanzierungstöpfen. Es bestehen reguläre Kontakte der akademischen Kunstinstitute zu diesen Ateliereinrichtungen.

Bei den fruchtbaren Terminen wurde die Saar-Mosel-Selbsthilfezeitung für seelische Gesundheit "SeelenLaute" (herausgegeben von den Selbsthilfen SeelenLaute Saar und SeelenWorte RLP) vorgestellt bzw. verteilt und aufs Engagement des deutschen Bundesverbandes BPE e.V. hingewiesen. In assistierender Zusammenarbeit mit der Europäischen Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V. (Dortmund), wurde auch deren Inklusionsprojekt art-transmitter (mit Nachrichtenportal) referiert. Die Gesellschaft befasst sich regelmäßig mit der Erörterung des Themenfelds „Kunst – Seele – Gesundheit – Genesung – Teilhabe“. Die Bewerbung der Selbsthilfezeitung - z.T. mit Kurzreferaten zu Inhalt und Anliegen - fand statt dank Unterstützung der Veranstaltungen durch Betriebskrankenkassen (aus Rheinland-Pfalz) sowie seitens der Selbsthilfe-Gemeinschaftsförderung der GKV (aus dem Saarland). Die anschließende gesundheits- und inklusionsbezogene Projektevaluation ergab ein positives Fazit, sodass die Selbsthilfeaktiven für 2018 eine neue derartige Grenzlandbegegnung mit Betroffenenkompetenz und vernetzendem Schwerpunkt überlegen.


Foto: (c) G. Peitz, Liège 2017
www.madmusee.be
Termine

06.02.2018
OAF Paris 2018 – Save the date
18 - 21 octobre, 2018
Outsider Art Fair Paris
Hôtel du Duc
22, rue de la Michodière
75002 Paris, France mehr
29.01.2018
Kubas Outsider Art zu Gast bei Kunsthaus Kannen
Ab Februar in Münster
Münster. In der Ausstellung "Dibujos de Cuba, Outsider Art from Havana" präsentiert sich die kubanische Außenseiterkunst mit Zeichnungen und mehr
25.01.2018
existence.! – Gugging zeigt die Sammlung Jean-Claude Volot
Werke der Art Brut und des Expressionismus
Maria Gugging (Österreich). Museum gugging präsentiert die Sammlung Jean-Claude Volots, die damit erstmals in Österreich zu sehen ist. Die Eröffnung i mehr