Mélanie Argenton

Mélanie Argenton kam am 11.08.1974 in Liestal/CH zur Welt, wo sie ihre ganze Kindheit verbrachte. Wie ihre zwei jüngeren Geschwister, wuchs sie bilingual auf (deutsch und französisch).

In den ersten zwei Schuljahren tat sie sich noch schwer. Trotzdem schaffte sie den Einstieg in die starre Bildungswelt, in der eine ausgeprägte Phantasie und individuelle Kreativität wenig Platz zu haben scheinen. In den weiteren Schuljahren konnte sie ihre Fähigkeiten auch innerhalb des Schulrahmens entfalten. Neben ihrer grossen Liebe zum kreativen Schaffen begeisterte sie sich auch für Naturwissenschaften.

Ihrem rationalen Geist folgend, entschied sie sich nach Abschluss der Sekundarschule für eine Ausbildung als Chemielaborantin. Nachdem sie diese 1993 beendet hatte, verliess sie ihr Elternhaus, um ihren eigenen Weg zu gehen. In den folgenden Jahren widmete sie sich voll und ganz ihrem Beruf und reiste viel umher.

1999, nach der Geburt ihrer Tochter Sarah, arbeitete sie weiterhin im Labor. Unter dem Einfluss ihrer kleinen Tochter taten sich emotional wieder kreative Wege auf und schienen Platz zu machen für unrationales, freies schöpferisches Tun.

Nach ihrem 30. Geburtstag traten allmählich gesundheitliche Probleme zutage und es wurde für sie immer schwerer, ihren Aufgaben als Senior Laborantin und alleinerziehende Mutter gerecht zu werden. Sie verlor langsam den emotionalen und verbalen Kontakt zur Aussenwelt und zog sich zurück. In dieser Zeit entstanden die ersten Bilder. Nach über 15 Jahren griff sie wieder zu Pinsel und Leinwand.

Ihre Erkrankung nahm zusehends Überhand und es war ihr nicht mehr möglich, ihren Alltag zu bewältigen. 2008 folgten zwei mehrmonatige Klinikaufenthalte. In dieser Zeit malte sie sehr intensiv. Die Malerei war zum Ausdrucksmittel, zu ihrer Sprache geworden, um ihre Gefühle und Gedanken mitzuteilen.

Im März 2009 stellte sie zum ersten Mal ihre Werke aus. Die Ausstellung im „Poeten-Näscht“ in Liestal wurde ein grosser Erfolg. Im Januar 2010 wurde sie von der Organisation Art-transmitter in Deutschland ( HYPERLINK "http://www.art-transmitter.de" www.art-transmitter.de) unter Vertrag genommen. Die nächste Ausstellung findet im Februar 2010 im Wohnheim Tangram in Bubendorf statt.

Mélanie Argenton lebt zur Zeit mit ihrer Tochter Sarah in Bubendorf. Sie ist noch nicht gesund und lebt zurück gezogen. Aber sie hat jetzt ihre Bilder, die für sie reden und manchmal lachen sie auch.

Warum „Kopfkunst“?

Der Begriff schien nahe liegend, weil der Künstlerin die Bilder spontan, ohne sich vorher ein Thema vorgenommen zu haben, in den Sinn („Kopf“) kamen und umgehend, ohne Rücksicht auf die Tageszeit, wenn auch nur als Skizze, auf Papier festgehalten werden mussten. In der Tat ist es aber viel mehr als nur „Kopfkunst“, mehr als nur eine Projektion von dem, was in ihrem Kopf ist. „Kopf-Herz-Seelen-Kunst“ ist treffender. Ihre
Bilder erzählen Geschichten. Über ihr Leben, ihre Träume und Albträume, ihre Gefühle, ihre Leiden, ihre Lebensfreude, das Leben, den Tod, das Sagbare und das Unsagbare.





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