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Bilder aus deutschem Grauen - Das Malerleben Adolf Bender
28.04.2010
Bilder aus deutschem Grauen - Das Malerleben Adolf Bender
Saarlandabend in Bous zeigt am 12. Mai besonderen Künstlerfilm
Bous. Im Rahmen eines Saarländischen Abends zeigt der Verein hokuta e.V. am 12. Mai 2010 um 19 Uhr den Film „Adolf Bender - Ein Malerleben“. Der Film beleuchtet Leben und Werk des saarländischen Künstlers, dessen bekanntestes Werk der Zyklus „Die Moorsoldaten“ ist, mit Bildern die er in Erinnerung an seine leidvolle Zeit in deutschen Konzentrationslagern, nach dem Krieg in Öl gemalt hat. Es wurde an Originalschauplätzen im In- und Ausland gedreht.

Adolf Bender wurde ohne Gerichtsverhandlung als politischer Häftling im Herbst 1933 in das KZ Börgermoor und einige Zeit später in das KZ Esterwegen gebracht. Als streitbarer Demokrat, der seine Meinung nicht hinter dem Berg hielt, wurde er bereits vor der Lagerhaft von Nazis misshandelt. Insgesamt verbrachte er drei Jahre in sog. "Schutzhaft" in den Lagern im Emsland.

Bis zu seinem Tod 1997 informierte Bender in vielen Veranstaltungen über seine Erfahrungen, per Medium Kunst mittels seiner Bilder. "Damit so etwas nie mehr geschieht!“, lautete dabei sein Leitsatz. Auch dies sei in gewissem Sinne "Outsider-Art, wo Ausgrenzung durch Menschen brutal erzwungen wurde und doch wichtige Kunst gebar, - traurig und hoffnungsvoll zugleich", wie es ein Biograf formulierte.

Der dokumentative und mahnend erinnernde Saarlandabend findet in der „Kulturburg“ im Alten Rathaus Bous (Nähe Saarbrücken) statt.
Weitere Auskünfte bei Fr. Wollbold, Tel. 0177 6854112
08.04.2010
"Elementarkräfte" in Hannover
Art-Transmitter-Künstlerin Arnhild Köpcke beteiligt
Hannover. In der Städtischen Galerie KUBUS ist vom 25. April bis 30. Mai 2010 die Ausstellung "Elementarkräfte" zu besichtigen. Thema der Schau: "Werk und Schaffen psychiatrieerfahrener Künstler über 100 Jahre". Gezeigt wird ein repräsentativer Überblick über 35 Künstler mit 100 historischen und zeitgenössischen Werken, vornehmlich aus der Region Niedersachsen.
Aus der Heidelberger Prinzhornsammlung Prinzhorn kommen Leihgaben mit Werken, die Paul Goesch und Gustav Sievers zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschaffen haben. Die Bildhauerin und Autorin Dorothea Buck, Mitbegründerin des Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener, stellt eine Bronce aus 1965 zur Verfügung. Werke von Elfriede Lohse-Wächtler aus 1930 und eine Arbeit von Friedrich Schröder-Sonnenstern runden das Bild ab.

Ein Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung. Es reicht über übliche Kulturarbeit hinaus: Die Würde und Anerkennung der Künstler mit Psychiatrie-Erfahrung durch öffentliche Wahrnehmung ihrer Werke ist Programm. Die Ausstellungseröffnung ist am 25. April 2010 um 11.30 Uhr. Von 14.00 bis 16.00 Uhr findet ein Symposion mit Vorträgen von Prof. Dr. Ulrich Krempel (Hannover) und Dr. Thomas Röske (Heidelberg) statt. Der Eintritt ist frei.
Die Städtische Galerie Kubus am Theodor-Lessing-Platz 2 in Hannover hat Dienstag bis Freitag von 11.00 bis 18.00 Uhr und samstags, sonntags/feiertags von 11.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

Mehr Infos unter:
www.psychiatrie.de/kreatives/kunst/article/elementarkraefte.html
Vanina Desanges - Arabische Künstlerin mit Betroffenenerfahrung
07.04.2010
Vanina Desanges - Arabische Künstlerin mit Betroffenenerfahrung
Ausstellung im Musée de la Création Franche 02.04. - 09.05.2010
Bègles (Frankreich). Vanina Desanges wurde 1956 in Algerien während des Krieges geboren. Ihre Kindheit und Jugend waren durch Aufenthalte in Tunesien, Senegal, Ägypten, Damaskus und Beirut geprägt. Sie begann mit der Malerei im Alter von elf Jahren. Ein Teil ihres Werkes besteht aus ausdrucksstarken Ölarbeiten, vor allem Porträts, viele davon von syrischer Kultur geprägt.
In Beirut besuchte sie eine Kunsthochschule, studierte dann wegen des Krieges in Frankreich Psychologie. Sie erhielt das Diplom der Bildenden Künste in Aix en Provence. Während eines Krankenhausaufenthaltes von zehn Jahren intensivierte die Künstlerin ihr bildnerisches Arbeiten „im Verborgenen“ und knüpfte in der „erkrankten Zeit“ (Zitat Desanges) Kontakte zu Ateliers in der Rue de la Glacière in Paris.
Vanina Desanges nahm bisher auch an mehreren Gruppenausstellungen teil, z.B. in Paris, in Arcueil oder im Musée des Images mit Artam Galerie in Sao Paulo, Brasilien.

Das interessante Musée de la Création Franche ("Museum der freimütigen Schöpfung") liegt im französischen Ort Bègles, bei Bordeaux und ist täglich geöffnet, von 15.00 - 19.00 Uhr.

Kontakt: Tel. 0033 05.56.85.81.73 / 05.56.49.34.72, contact@musee-creationfranche.com
www.musee-creationfranche.com
Termine

20.11.2017
22.11. galerie gugging
Vernissage "Navratils Künstlergästebuch“
Maria Gugging (Österreich). Die Eröffnung der Ausstellung „Navratils Künstlergästebuch“ findet am 22. November 2017 um 19.00 Uhr statt und ist bis 14. mehr
15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr