Termine
 OAF Paris 2019 vom 17.- 20. Oktober
02.10.2019
OAF Paris 2019 vom 17.- 20. Oktober
Mit 42 Ausstellern aus vierzehn Ländern und den OAF Talks
Paris. Für die siebte Ausgabe der Outsider Art-Messe in Paris sind 42 internationale Aussteller aus vierzehn Ländern angekündigt. Elf Galerien sind zum ersten Mal dabei. Den Messebesuchern werden sowohl weniger bekannte wie auch weltberühmte Werke der Art Brut und Outsider Art präsentiert, letztere beispielsweise von Henry Darger, Aloïse Corbaz, Bill Traylor, Anna Zemankova oder Adolf Wölfli. Renommierte vertretene Galleristen sind beispielsweise JP Ritsch-Fisch (Straßburg), Cavin-Morris (New York), Les Yeux Fertiles (Paris), Galerie Du Marché (Lausanne), Andrew Edlin (New York), Creative Growth Art Center (Oakland, CA) oder La Fabuloserie (Paris). Als Überraschung gelten Sense Kaleidoscopes (Bengaluru, Indien), Lawrie Shabibi (Dubai), Das Reha-Atelier Outsiderville aus St. Petersburg und Galerie SINIYA28 aus Marrakesch. Aus Deutschland ist der KUNSTRAUM in der WerkStadt der Lebenshilfe Nürnberg angemeldet. Allein Paris schickt mehr als ein Dutzend Kunsthändler. Die führende Fachzeitschrift Raw Vison aus England ist vor Ort und Museum Halle Saint Pierre bietet eine Literaturauswahl seiner Buchhandlung an.

Den kuratierten Bereich gestaltet mit Art Brut-Fotografien Bruno Decharme von der Pariser Collection abcd. Am Freitagabend (18. Oktober) wird „Women Collecting Art Brut“ thematisiert, wenn es sowohl um autodidaktische Künstlerinnen wie auch um Außenseiterkunst-Sammlerinnen geht. Am Samstag (19. Oktober) gibt’s für die Outsider Art-Gemeinde wieder Podien im Hôtel Drouot: Die OAF Talks reflektieren den Markt Außenseiterkunst.

Über 4.000 Besucher verzeichnet die wichtigste und größte Messe für internationale Außenseiterkunst in Europa heute, die bewusst zeitgleich zur pompösen, altehrwürdigen Foire internationale d´art contemporain (FIAC) im Grand Palais durchgeführt wird. Inzwischen konkurrieren sechs ´Satellitenmessen´ in dieser Oktoberzeit in der Kapitale an der Seine. Die großen Feuilletons Frankreichs berichten regelmäßig und auch die Fachkritik im Ausland ist aufmerksam. Die Europäische Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V. (Dortmund) schickt einen Redakteur ihres Outsider Art-Nachrichtenportals art-transmitter.de. Messeadresse der OAF Paris 2019 ist erneut Atelier Richelieu, 60, rue de Richelieu, in F-75002 Paris. Weitere Informationen oder auch Tickets findet man im Netz über www.outsiderartfair.com.


(Foto OAF Paris 2018, Entrance: G. Peitz, BKS Saar / Logo: press release Veranstalter)

Ein Nachbericht zur OAF Paris 2018 erschien April 2019 in der saarländischen Selbsthilfezeitung SeelenLaute Nr. 36. Hier der illustrierte Artikel als pdf, für weitere Informationen (PDF)
www.outsiderartfair.com/paris
19.09.2019
Africa 3
Ausstellung mit afrikanischer Outsider Art in Marseille
Marseille. Bis 5. Oktober 2019 präsentiert die von der Paris Outsider Art-Messe bekannte Galerie Polysémie eine Werkeauswahl von etablierten und Newcomer-Kunstschaffenden aus Afrika. In der Ausstellung "Africa 3" zeigt die Galerie erstmals auch Zeichnungen verschiedener Künstler*innen mit Handicaps, aus einem Workshop-Projekt der NGO Vie et Solidarité aus Porto Novo (Benin).

Galerie Polysémie
12 rue de la Cathédrale
F-13002 Marseille

www.polysemie.com
2x2 Forum Outsider Art in Münster
16.09.2019
2x2 Forum Outsider Art in Münster
Messe vom 3. bis 6. Oktober im Kunsthaus Kannen
Münster. Kunsthaus Kannen - Teil der Alexianer Münster GmbH-Psychiatrie und öffentlich finanziert von der Stiftung Wohlfahrtspflege des Landes NRW - lädt zur sechsten Auflage des 2x2 Forum für Outsider Art vom 3. bis 6. Oktober 2019 nach Münster ein. Das Forum versteht sich als Kunstmesse für Ateliers, Galerien und Projekte aus den Bereichen Kunst, Soziales und Psychiatrie und will in Deutschland eine regionale und internationale Plattform für Outsider Art, Art Brut und zeitgenössische Kunst anbieten. Alle zwei Jahre präsentieren sich etwa 20 Aussteller mit Werken der von ihnen vertretenen Künstler*innen (mit einer seelischen Erkrankung oder geistigen Behinderung). Bis jeweils Ende Mai kann man sich für knapp 250 € für eine 2x2m-Stand/Wandfläche anmelden.

Unter den Teilnehmern sind dieses Jahr Kunsthuis Yellow Art aus Belgien, Daeyami Studio aus Südkorea und Art Brut Project aus Kuba. Die Aussteller aus Korea und Kuba werden in Münster von der Zusammenarbeit mit Künstler*innen mit geistigen und psychosozialen Handicaps berichten. Carine Fol, künstlerische Leiterin der Centrale for Contemporary Art in Brüssel und Markus Landert, Direktor des Kunstmuseum Thurgau referieren über den Umgang ihrer Häuser mit so genannter Außenseiterkunst. Weitere Aussteller sind Atelier Markus Meurer (Kevelaer), Atelier PIX (Greifswald), Malwerkstatt Lebenshilfe (Bad Dürkheim), Kunstverein Zinnober (Magdeburg), Künstlerhaus Lydda (Bielefeld), Kunsthaus KAT18 (Köln), die Kath. Hochschule Freiburg (Kunsttherapie in der Heilpädagogik), das Bürgerspital Basel (Textil- und Kreativwerkstatt) oder das Living Museum (Bennebroek, Niederlande).

Bekannte und vor allem nicht-therapeutische und gewerbliche Ausstelleradressen aus Deutschland, Europa und der Welt, wie Outsider Art-Sammler und -Kenner sie etwa mit Galerien auf der jährlichen Outsider Art-Messe in Paris antreffen, vermisst man allerdings weitgehend im Forum. Aus dem in der Outsider Art wichtigen Frankreich fehlt gänzlich Präsenz. Die an den Ständen in Münster präsentierten Künstlerinnen und Künstler werden namentlich in der Bewerbung des Veranstalters kaum benannt. Kritiker - auch aus der kreativen Selbsthilfebewegung - sehen gute Outsider Art inkludierend lieber an ‚normalen‘ Kulturspielorten als in sozialen und medizinischen Einrichtungen, auch um das Kunstpublikum unbefangener zu erreichen.

Die kleine spezielle 2x2 -Forum Outsider Art-Kunstmesse mit ihrem sozialen Touch ist als öffentliche Veranstaltung Donnerstag bis Sonntag von 11.00 bis 17.00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Adresse und Kontakt: Kunsthaus Kannen (Museum für Outsider Art), Alexianerweg 9, D 48163 Münster, Tel. 02501/966-20560, E-Mail: kunsthaus-kannen@alexianer.de. Den Katalog, das Programm und weitere Informationen findet man im Netz unter www.kunsthaus-kannen.de.

Unser Bild zeigt das Aquarell „Pablo Picasso: Massacre en Corée“ der koreanischen Künstlerin Lee Maro aus 2019 (Aquarell, 39 x 27cm), die in Münster von RAWART (Gunpo, Südkorea) präsentiert wird. Der Verein unterstützt mit staatlicher Förderung bildende Künstler mit Handicaps. – Foto: RAWART, c/o Lee Jihye (art director), Gunpo-si. www.rawart.kr. Die Redaktion dankt Frau Jihye für die Zurverfügungstellung des Fotos für unser Nachrichtenportal.


(Hinweis: In der Selbsthilfe-Zeitung ´SeelenLaute´ erscheint in der letzten Ausgabe in 2019 ein weiterführender, kommentierender Nachbericht mit Fotos zur Messe. Wir werden nach Erscheinen im Dezember an dieser Stelle auf SeelenLaute Nr. 40 hinweisen und den Beitrag ins Netz stellen können.)
www.kunsthaus-kannen.de
 
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