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«Keine Katastrophe ohne Idylle, keine Idylle ohne Katastrophe»
02.01.2010
«Keine Katastrophe ohne Idylle, keine Idylle ohne Katastrophe»
Aktuelle Ausstellung im St. Gallener Museum im Lagerhaus
St. Gallen/Schweiz. Mit der bis 30. Januar 2010 im Museum im Lagerhaus St. Gallen zu sehenden Ausstellung aus dem Sammlungsbestand soll dem Begriff der ‚Kultur‘ die ‚Natur‘ und mit ihr die ‚Idylle‘ entgegengesetzt werden. Wie zerbrechlich diese ist, belegt das Titelzitat von Harald Szeemann zur Charakterisierung des Werkes von Adolf Wölfli.

Das Schweizer Museum zeigt hierin brisante, spannende Werke aus allen Bereichen, von so genannter Naiver Kunst über Art Brut bis zu Outsider Art. Die Exposition umfasst Klassiker sowie Neuzugänge und nie gezeigte Werke der Sammlung.
Zu sehen sind beispielsweise Bilder von Adolf Wölfi (1864-1930, Bewohner der psychiatrischen Anstalt Waldau bei Bern), von Konrad Zülle (1918-1988), Niklaus Wenk (geb. 1913), von „Angelus“ (1910-1993) und Hedi Zuber (1916-1996). Kaum ein Name wird so sehr mit „schweizerischer“ Art Brut identifiziert wie der von Hans Krüsi oder der des Zementplastikers Ulrich Bleiker, die hier gleichfalls mit ihrem künstlerischen Werk präsentiert sind.

Das Museum im Lagerhaus wurde 1988 eröffnet. Träger ist die Stiftung für schweizerische Naive Kunst und Art Brut, die im gleichen Jahr von drei Sammler-Ehepaaren errichtet worden ist. 20 Jahre lang haben Simone Schaufelberger als Leiterin und ihr Mann als Präsident des Stiftungsrates das Museum weitgehend ehrenamtlich geführt und eine umfangreiche Sammlung aufgebaut. Stiftung und Museum haben zum Ziel, Interesse und Verständnis für die verschiedenen Bereiche der Outsider Art zu wecken und zu fördern. Ausstellungen in St. Gallen und anderorts, die Beteiligung an Ausstellungen anderer Institutionen sowie der Ausbau der stiftungseigenen Sammlung sind auf diese Zielsetzung ausgerichtet. Das Museum im Lagerhaus führt jährlich mindestens vier Wechselausstellungen durch. Daneben werden ständig Werkgruppen aus der Stiftungssammlung gezeigt, die in regelmäßigen Abständen ausgewechselt werden. Finanziert werden Stiftung und Museum durch Subventionen von Kantonen und Gemeinden, durch Sponsoring und durch verschiedene Betriebseinnahmen. Dazu kommen jährlich wiederkehrende Beiträge mehrerer hundert privater Gönnerinnen und Gönner.

Adresse und Kontakt:
Museum im Lagerhaus, Stiftung für schweizerische Naive Kunst und Art Brut, Davidstrasse 44, CH-9000 St. Gallen
Telefon +41 (0)71 223 5857
Fax +41 (0)71 223 5812

Öffnungszeiten:
Di bis Fr 14–18 Uhr; Sa/So 12–17 Uhr
www.museumimlagerhaus.ch
02.01.2010
Neue "SHG Kreativ" in Ostwestfalen gegründet
„Seelische Gesundheit durch Literatur und Kunst“
Löhne. Über Teilnehmer einer Dortmunder Selbsthilfegruppe hat sich Winter 2009/2010 mit Sitz in Löhne die neue Selbsthilfegruppe "SHG Kreativ" in Ostwestfalen-Lippe gegründet und sich hier als literarisch-künstlerische Initiative positioniert. Im Mittelpunkt steht Poetisch-Künstlerisches, unter dem Aspekt "Seelische Gesundheit durch musische Beschäftigung".

Man bietet reguläre Gruppentreffen in Herford, sowie irreguläre Treffen nach Absprache an. Angesprochen sind psychiatrieerfahrene Betroffene mit Interesse an individuellen kreativen Wegen per Literatur und Kunst für seelische Gesundheit, als Alternative zu nicht zufrieden stellenden herkömmlichen instistutionellen Angeboten örtlicher Ergotherapien, Kliniken, Heimen etc. "Mehr Selbstbestimmung statt Fürsorge" heißt es zudem bei der neuen Gruppe. SHG "Kreativ" ist dem BPE e.V. frei assoziert freundschaftlich verbunden und wird in der Gesundheitsarbeit von den gesetzlichen Krankenkassen begrüßt und unterstützt.

Monatstreffen: regulär jeden 1. Montag im Monat von 18 - 19 Uhr im Café "La Menge", Herford.

Neben den Meetings sind in der laufenden Selbsthilfearbeit Fachveranstaltungsbesuche, eine spezifische integrative Öffentlichkeitsarbeit sowie eigene Publikations- und Mitteilungsseiten in der deutschen Selbsthifefachzeitschrift "SeelenLaute" weitere Punkte der "Kreativ"-Gesundheitsarbeit mit Betroffenenkompetenz.

Als Projekte sind ein Online-Informationsdienst NRW über art-transmitter.de und ein Literatur-Gesundheitsseminar für eine interessierte Kleingruppe Psychiatrieerfahrener geplant.

Kontakt/Anmeldung:
Interessierte Psychiatrieerfahrene melden sich bitte per E-mail bei Leiter Michael: michael.huss@gmx.net

Im Anhang der aktuelle Flyer für weitere Informationen (PDF)
29.12.2009
"SeelenWorte" - Poesie-Selbsthilfegruppe in Rheinland-Pfalz
Literarische Gruppe will Angebote in 2010 erweitern
Saarburg. Mit ersten Anfängen im Herbst 2008 hat sich im vergangenen Jahr durch Betroffene im Raum Saarburg/Trier die Kreativ-Selbsthilfegruppe "SeelenWorte" konstituiert. Aufgrund wachsenden Zuspruchs und vieler Anfragen bzw. Wünschen von Betroffenen will die Gruppe ihre Aktivitäten in 2010 intensivieren und den Radius nach Trier erweitern.

Als Zusammenschluss "von Betroffenen für Betroffene" spricht man dabei Menschen mit Depressionen, Kontaktschwierigkeiten und psychischen Beeinträchtigungen an, die sich über den Weg des befreienden Schreibens und Publizierens mitteilen, von Ängsten lösen und über die Gruppe neue Kontakte und sinnvolle gemeinsame Betätigung erfahren. Die Gruppe setzt hier angenehme Akzente gegenüber Problemgesprächsortientieren Gruppen und will im präventiven und nachsorgenden Bereich der Selbsthilfe eine Bedarfslücke schließen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit soll in 2010 ausgebaut werden, da man mit effizienten Aktionen beim Abbau von Vorurteilen und Ängsten aus Erfahrenensicht helfen will, um Normalität und gesundes integratives Miteinander im gesellschaftlichen Leben zu unterstützen.
Hierzu sucht man auch Kontakt und Erfahrungsaustausch mit künstlerischen Betroffeneninitiativen. Mit vernetzter, aktiver Selbsthilfearbeit wird nachweislich auch ein "Weniger" an Medikamenten, Arztbesuchen und professionellen Betreuungen sinnvoll erreicht, wie es in den Unterlagen der Gruppe dargelegt wird.

"SeelenWorte" plant für 2010 eigene lyrische Publikationen, einen Internetauftritt, ein Betroffenen-Fachberatungsprojekt und ein Poesieseminar. Bei den gesetzlichen Krankenkassen ist dazu ein Förderantrag gestellt. Dort begrüßt man neue kreative Selbsthilfearbeit dieser Art und steht den geplanten Aktivitäten positiv gegenüber, wie erste Anfragen seitens der Gruppe ergaben.

Die rheinland-pfälzische Poesie-Gruppe bietet aktuell einen regelmäßigen Selbsthilfe-"SeelenWorte-Literaturtreff", sowie die Mitarbeit an Publikationen für die erwähnte Zielgruppe an.

Kontakt:
SHG "SeelenWorte", c/o Frau K. Kunze
Postfach 1308, 54439 Saarburg
E-mail: karinkunze1@yahoo.de
Termine

18.05.2018
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SeelenWorte RLP und SeelenLaute Saar & Freunde am 2./3.6. in Worms

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Worms. Regionale Selbsthilfe 2018 on tour! Mit Standorten in Saarbrücken, Merzig, Saarburg und Trier sind die beiden überregional bekannten Selbsthilf mehr
11.05.2018
C.G. Jung-Sammlung in St. Gallen
Im Museum im Lagerhaus bis 8. Juli
St. Gallen (Schweiz). Unter dem Titel „In the Land of Imagination“ wird die C.G. Jung-Sammlung hier zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. In der mehr
07.05.2018
Unruhe und Architektur
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Heidelberg. Zur Eröffnung der Ausstellung „Unruhe und Architektur“ lädt Museum Sammlung Prinzhorn für Mittwoch, den 16. Mai 2018 um 19.00 Uhr ein. In mehr