Nachrichten
15.10.2010
"Orient-Okzident" - Kunstpreis 2010 der Rosenheim-Stiftung
Bewerbungsfrist bis 31.10.2010 verlängert
Frankfurt am Main. Die Bernd und Gisela Rosenheim-Stiftung vergibt alle zwei Jahre einen mit 5.000 Euro dotierten Kunstpreis. Bei den Wettbewerben um den Preis der Stiftung wird strikte Anonymität verlangt, um eine Beeinflussung der Jury auszuschließen. Die Jury besteht aus anerkannten Kunstwissenschaftlern und Kunstexperten, die für die jeweilige Auslobung berufen werden. Die Werke der Künstler der engeren Auswahl werden in einer Ausstellung gezeigt, es erscheint ein Katalog.
Das Thema des für 2010 lautet „Orient – Okzident", teilnahmeberechtigt ist ausschließlich das Genre Malerei, der Wettbewerb ist offen für Bildende Künstler aus aller Welt, eine Altersbegrenzung gibt es nicht.

Die Stiftung wurde 1993 von Bildhauer und Maler Bernd Rosenheim zur Förderung zeitgenössischer Kunst gegründet. Dabei wird besonderes Gewicht auf die klassischen Medien Zeichnung, Malerei und Skulptur gelegt. Ein Instrument der Förderung ist der Kunstpreis (unser Bild zeigt ein Preisträgerbild von 2008). Die Stiftung betreibt darüber hinaus das Rosenheim-Museum im Dreieichpark in Offenbach, mit Sonderpräsentationen und Präsenzausstellung.

Die Bewerbungsunterlagen können postalisch oder per Internet beim Veranstalter angefordert bzw. abgerufen werden:

Bernd und Gisela Rosenheim-Stifung
c/o Rossbach und Fischer
Schaumainkai 101-103
D-60596 Frankfurt am Main
E-mail: h.meyer@rosenheim-stiftung.de
www.rosenheim-stiftung.de
13.10.2010
Saarlandpremiere von "Himmel und mehr" am 16. November
Kinofilm über Leben und Werk der Hamburger Künstlerin Dorothea Buck
Saarbrücken. Die heute 93jährige Hamburger Bildhauerin Dorothea Buck, die sich selbst von "Schizophrenie" geheilt hat, ist durch die Hölle gegangen. Die ärztliche Diagnose Schizophrenie stempelt sie im Dritten Reich als minderwertig ab, gemäß dem Erbgesundheitsgesetz wird sie 1936 zwangssterilisiert. Einige Jahre später entgeht sie nur knapp der "Euthanasie". Aus eigener Kraft hat sie zurück in ein erfülltes Leben gefunden.

Die Selbsthilfehilfeinitiative Unabhängige Psychiatrie-Erfahrene Saarbrücken (UPS) zeigt "Himmel und mehr" (D 2009) in Saarlandpremiere am 16. und 17.11.2010 um 20.00 Uhr im Saarbrücker Kino Achteinhalb, Nauwieserstraße 19. Die Vorführung am Dienstag, 16. November findet in Anwesenheit der Regisseurin Alexandra Pohlmeier statt. Die Dokumentation hält eine große Lebenserzählung fest. "Himmel und mehr" ist ein im tiefsten Sinne schöner Film geworden, der Weg und Werk einer außergewöhnlichen Frau zeigt.

In der Reihe "Verrückte gibt es überall" präsentieren die Saarbrücker Psychiatrie-Erfahrenen seit vielen Jahren anspruchsvolle Filme zu den Themen seelische Gesundheit, Antipsychiatrie und Psychiatrie. Diese Form der Öffentlichkeitsarbeit will einen Beitrag leisten zum Abbau von Ängsten und Vorurteilen sog. psychisch Kranken gegenüber. Gleichzeitig sollen Betroffene auf sinnvolle Alternativen zur herkömmlichen psychiatrischen Behandlung und auf die Möglichkeiten der Selbsthilfegruppen und -projekte aufmerksam werden. Die UPS werben zudem für eine gewaltfreie humanere Psychiatrie ohne "therapeutische" Zwangsmaßnahmen gegen Patienten.

Für Betroffene ist der Eintritt (nur) am 16. November in Saarbrücken im Kino Achteinhalb dank freundlicher Unterstützung seitens der GKV und des saarländischen Gesundheitsministeriums frei. Info bei Peter Weinmann (Saarbrücken), Tel. 0681 62641, E-mail: peterweinmann@gmx.de

Im Internet (unter bpe-online.de/Termine) und hier weitere Informationen (PDF)
www.bpe-online.de
Anton Blitzstein – Fantastischer Individualist
11.10.2010
Anton Blitzstein – Fantastischer Individualist
Österreichischer Künstler mit Psychiatrieerfahrung geht seinen Weg
Wien/Österreich. Vom Antipsychiatrieverlag erreichte Art-Transmitter ein interessanter Hinweis auf den (sich selbst humorvoll outenden) österreichischen Künstler mit Psychiatrieerfahrung Anton Blitzstein, der unter anderem einen interessanten Kunstkalender publiziert, mit besonderen Wortspielereien philosophiert, sich gegen Mobbing gegenüber Menschen mit psychischen Handicaps artikuliert und inzwischen erste eigene Ausstellungen, z.B. in der Wiener Galerie KOKO, absolviert hat.

Anton Blitzstein wollte Metzger oder Bänker werden. Er wurde Vegetarier und Maler, hat sein Atelier heute über einem Bankinstitut. Der Künstler über sich selbst in Medienberichten: „Ich wollte nicht Maler werden, das war die zweite Wahl, - aber es hat mich dann auch immer mehr interessiert, weil Bilder zum Vorschein kamen, die mich selbst überrascht haben. Da wollte ich wissen, was da entsteht. In der Zwischenzeit habe ich über 2000 verschiedene Bilder gemalt. Viele davon sind noch in meinem Archiv, obwohl es anfangs eine Phase gab, in der ich Bilder verschenkt habe, - getauscht gegen ein Bier oder Kaffee und Kuchen“.
Blitzsteins Stil ist inspiriert von der Art-Brut-Bewegung. Anfänglich überaus wilde Malereien haben sich zu seinem „fantastischen Individualismus“ entwickelt. „Dort, wo ich die Wirklichkeit verlasse, bin ich am stärksten. Ich bin auch nie angetreten, um Kunst zu machen und habe mir so einen unbefangenen Zugang zur Malerei bewahrt ... Was immer ich male oder produziere, so ist für mich ganz wichtig, es mit Konzentration, Sorgfalt, vollkommener innerer Anteilnahme und Liebe zu tun. Denn nur dann wird es auch eine gute Arbeit ... Meine Bilder sind poetische Liebeserklärungen an die Menschen, an den Kosmos und an die Natur. Sonst eigentlich nichts weiter“, sagt der besondere österreichische Künstler.

Informationen und Kontakt über anton.blitzstein@chello.at und
www.freiraeume.at/kunstecke_blitzstein.html
Termine

20.11.2017
22.11. galerie gugging
Vernissage "Navratils Künstlergästebuch“
Maria Gugging (Österreich). Die Eröffnung der Ausstellung „Navratils Künstlergästebuch“ findet am 22. November 2017 um 19.00 Uhr statt und ist bis 14. mehr
15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr