Nachrichten
17.05.2011
"gaston chaissac.!" bis September im art brut Museum Gugging
Zwei Ausstellungen des berühmten radikalen Autodidakten
Maria Gugging/Österreich. Der französische Maler, leidenschaftliche Briefeschreiber und radikale Autodidakt Gaston Chaissac (1910-1964) griff auf alltägliche Objekte zurück, malte auf vielen erdenklichen Trägern (Leinwand, Pappe, Stein, Holz, Wellblech) oder verwandelte Holzbretter in beeindruckende „Totems“. Seine künstlerische Suche ist jene nach einer Art von vollkommener Schlichtheit. Zeitlebens war Chaissac nicht in der Lage, seinen Lebensunterhalt durch seine Kunst zu bestreiten. Erst nach seinem Tod wurde er als bedeutender Künstler anerkannt und ist nun mit rund 125 Werken, Zeichnungen, Collagen, Malereien, Skulpturen und seinen „Totems“ im österreichischen art brut Museum Gugging vertreten.
„Meine Zeichnungen verkörpern meine intimen Gedanken, meine Träume, meine Aspirationen, meine Enttäuschungen“ schrieb Gaston Chasissac 1939 an einen Förderer. Seine Ausdrucksweise ist in den Zeichnungen von Anfang stärker verinnerlicht als bei den anderen Arbeiten. In den meist in Tusche gehaltenen Blättern bedient er sich einfachster zeichnerischer Mittel und Formen. Liniengerüste, schwarz ausschraffierte Flächen und ein divers starker Strich verleihen den Grafiken intensive Spannung und enorme Kraft.

Die in den beiden Ausstellungen "gaston chaissac.!" und "gaston chaissac.! Erstmals gezeigte Zeichnungen" vom 31. März bis 25. September 2011 gezeigten Werke stammen aus einer französischen Privatsammlung. Viele Exponate, vor allem Zeichnungen, sind hier erstmalig im Rahmen der Präsentation zu sehen. Ein Ausstellungkatalog ist erschienen: gaston chaissac. Hrsg. Johann Feilacher, mit einem Beitrag von Peter Baum. Ca. 200 S., Residenz-Verlag 2011

Museum Gugging
NÖ Museum Betriebsges.m.b.H
Am Campus 2, A-3400 Maria Gugging, Österreich
Tel.: +43-2243-87 087
E-Mail: museum@gugging.at
www.gugging.org
12.05.2011
Konferenz: Kunst. Kultur. Konflikt
Goethe-Institut lädt für 17./18. Mai nach Bonn ein
Bonn. Das Spannungsfeld zwischen Kunst, Kultur und Konflikt ist Thema der Konferenz, zu der die Arbeitsgruppe „Kultur und Entwicklung“ am 17. und 18. Mai 2011 nach Bonn einlädt. Sie richtet sich an Medien- und Kulturschaffende, an Bildungs- und Entwicklungsexperten sowie an Entscheidungsträger in Ministerien, im Bundestag und in den Mittler- und Durchführungs-organisationen.
Kunst und Kultur agieren in und reagieren auf Konflikte. Kunst reflektiert, pointiert und provoziert das Zeitgeschehen. Gleichzeitig bieten Kunst und Kultur Hinweise und Impulse zur Überwindung von Krisen. In diesem Spannungsfeld positionieren sich auch die Mittler deutscher Kultur- und Bildungsarbeit ebenso wie die Organisationen der Entwicklungszusammen-arbeit und setzen Akzente, um gewollte Veränderungen zu begleiten und zu unterstützen.

Kontakt:
Elke Küchle
Projektreferentin „Kultur und Entwicklung“
Goethe-Institut Zentrale
Tel.: +49 89 15921 594
kuechle@goethe.de
www.goethe.de/prs/prm/a011/de7537081.htm
07.05.2011
Sonderausstellung zu 10 Jahre Museum Sammiung Prinzhorn
Von Kirchner bis heute - Reaktionen auf die Patientenkünstler
Heidelberg. Aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums des Museum Sammlung Prinzhorn finden in Heidelberg verschiedenen Sonderveranstaltungen statt. Besonders hervorzuheben ist dabei die Jubiläumsausstellung "Von Kirchner bis heute - Künstler reagieren auf die Sammlung Prinzhorn", die vom 7. Mai bis 14. August 2011 im Museum zu besichtigen ist.
Interessant im weiteren ist u.a. auch das Künstlergespräch am 25. Mai 2011, wenn Dr. Thomas Röske, Leiter der Sammlung Prinzhorn, mit Künstlern der Ausstellung „Ver-rückt“ über ihre Auseinandersetzung mit Werken der Sammlung Prinzhorn spricht. Beginn ist hier um 19 Uhr im Heidelberger Forum für Kunst, der Eintritt ist frei.

Kontakt und weitere Informationen:
Museum Sammlung Prinzhorn
Klinik für Allgemeine Psychiatrie, Universitätsklinik Heidelberg
Voßstraße 2, D-69115 Heidelberg
Tel. +49 (0)6221 / 56-47 39
E-Mail: prinzhorn@uni-heidelberg.de

Öffnungszeiten Museum:
Di, Do - So 11 bis 17 Uhr, Mi 11 bis 20 Uhr, Mo geschlossen
www.prinzhorn.uni-hd.de
Termine

23.04.2018
« Les Peintres dans la Ville » am 2.6. in Creutzwald am See
Malwettbewerb mit kleinen Preisen
Creutzwald (Frankreich). Die lothringische Gemeinde lädt auch dieses Jahr wieder alle interessierten Künstlerinnen und Künstler zum grenzüberschreiten mehr
22.04.2018
AMEOS-Kunstpreis 2018
Preisverleihung am 26. April in Neustadt
Neustadt. Zum fünften Mal verleiht der AMEOS-Klinikkonzern seinen Kunstpreis an in den eigenen Häusern künstlerisch tätige Bewohner und Patienten. Sei mehr
19.04.2018
O fata imposibila: Felicia Letitia Marinca und Letitia Gaba
Rumänische Kunst bei Galerie Isola
Frankfurt am Main. Noch bis zum 18. Mai 2018 zeigt Galerie Isola Art Brut (Falkstraße 40, 60487 Frankfurt a. M.) Arbeiten der rumänischen Künstlerinne mehr