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Art-Transmitter und Selbsthilfe SeelenLaute 11.9. in Remich
30.08.2011
Art-Transmitter und Selbsthilfe SeelenLaute 11.9. in Remich
Gemeinsamer Stand auf dem 6. Kulturfestival an der Luxemburger Mosel
Remich/Luxemburg. Nach der Präsenz beim Internationalen Kunstfest im nordluxemburgischen Lellgen im Juni ist das europäische Kunstprojekt Art-Transmitter in diesem Jahr auch erneut beim Kunstfestival Remich, am 11. September 2011 im Süden des Großherzogtums vertreten, um im dortigen Dreiländereck grenzübergreifend die Gäste auf das besondere Projekt mit unkonventioneller Malerei aufmerksam zu machen. Jährlich zieht es über 2000 Besucher zu diesem Kulturevent an die Luxemburger Mosel. Kënschtler schaffen op der Plaz, Wënzer verkaafen Wäin. Musekalescht Encadrement: Regionalen Jugendorchester, Magic Jazz Band, The Luxembourg Pipe Band an der Déifferdénger Big Band.

Beim 6. Kulturfestival zu Reimech arbeiten und präsentieren sich von 11.00 bis 18.00 Uhr rund 50 ausgesuchte KünstlerInnen und Kunstinitiativen der Grenzregion aus den Genres Malerei und Bildhauerei in den Künstlerzelten auf dem Place Fernand Kons. Gleichzeitig lädt das touristische Moselstädtchen im Grenzbereich Schengen/Nennig an diesem Sonntag auch zu Wein und Crémant ein, umrahmt von einem attraktiven musikalischen Programm.

Art-Transmitter ist in Luxemburg wieder durch Regionalmitarbeiter Gangolf Peitz vertreten, der an diesem Sonntag den Stand in Remich betreut, Auskünfte gibt und auch einige Originalarbeiten aus der Kunstsammlung vor Ort präsentieren wird. Hier kann man sich in der Zeit von 11 bis 17 Uhr im persönlichen Gespräch über das europäische Kunstförderprojekt informieren, Prospekte mitnehmen oder auch Bilder aus der Sammlung Art-Transmitter direkt ankaufen. Der Stand wird gemeinsam mit Selbsthilfe SeelenLaute Saar betrieben, um verstärkt für Vorurteilsabbau gegenüber Menschen mit Psychiatrieerfahrung einzutreten und für die unkonventionelle Kunst der Art-Transmitter-Künstler zu werben.

Informationen zum Festival erteilt Fr. Marlyse Urhausen, Tel. 00352 (0) 621 21 78 24, Tageskontakt zum Art-Transmitter-Regionalmitarbeiter ist möglich unter Mobiltel. 0049 (0)178 2831417.

Hier das Veranstaltungsplakat für
weitere Informationen weitere Informationen (PDF)
www.remich.lu
29.08.2011
Museumspläne in Wuppertal
Wuppertal. Um sich vor den rigiden Auflagen der Kommunalaufsicht zu schützen, plant die Stadt Wuppertal eine Änderung der Rechtsform beim renommierten Von der Heydt-Museum. Wie schon beim Solinger Nachbarn seit 1996 praktiziert, soll das Wuppertaler Haus eine gemeinnüzige GmbH werden, um so betriebswirtschaflichen Spielraum zu erhalten. Erweitert wird die Von der Heydt-Sammlung auch weiterhin durch Schenkungen, Dauerleihgaben und Ankäufe.

Mehr Informationen:
von-der-heydt-museum.de
Saarländischer kultureller Selbsthilfetag mit großem Erfolg
29.08.2011
Saarländischer kultureller Selbsthilfetag mit großem Erfolg
SeelenLaute Saar lockt gemeinsam mit Art-Transmitter-Ausstellung über 300 Gäste in Stadthalle Merzig
Merzig (pg). Die saarländische Selbsthilfe-Landesorganisation SeelenLaute feierte am Samstag, 27. August 2011 von 15 bis nach 21 Uhr ihr drittes SeelenLaute-Fest, diesmal in der Stadthalle Merzig, als großer öffentlicher kultureller Selbsthilfetag für seelische Gesundheit in der Region, mit einem hochwertigen Programm vieler Akteure mit und ohne Psychiatrieerfahrung. Rund 120 Gäste aus nah und fern besuchten den besonderen Tag der Betroffenen-Selbsthilfe: Psychiatrieerfahrene, Angehörige, Berufstätige aus Gesundheits- und Sozialarbeit, Kunst- und Kulturinteressierte, Medien- und öffentliche Vertreter sowie viele am Thema interessierte „normale“ BürgerInnen aus dem ganzen Saarland und darüber hinaus. Lokalpresse und überregionale Fachmedien informierten ausgedehnt über die Veranstaltung. Weit über 300 Besucher sahen die angegliederte Art-Transmitter-Kunstausstellung „Chaos und Ordnung“.


Forum für Informations- und Erfahrungsaustausch

So wurde der Tag intensiv als Forum für Informations- und Erfahrungsaustausch, zu neuen Vernetzungen und Kontakten genutzt. Die sympathische „Durchmischung“ des Publikums war schon Erfolg per se, wie die Resonanzen bekundeten. Auch bewies sich die Selbsthilfe selbst, keine „Nabelschau“, „Elfenbeinturm“ oder falsche Scheu zu zeigen.
Passend da die Präsenz der Leiter befreundeter Selbsthilfeinitiativen, von UPS Saarbrücken, SHG SeelenWorte aus Saarburg oder der NRW-SHG Kreativ, und von kulturellen Vereinen wie dem Malclub-Saar e.V. oder dem Literaturverein GauGriis aus dem nahen Frankreich, wo heute auch Betroffene Mitglieder sind. Die Luxemburger Profi-Künstlerin Renata Linnhoff, selbst auch Art-Transmitter-Künstlerin, kreierte spontan eine „SeelenLaute“-Malerei an ihrem Stand. Die Stände waren gut frequentiert. So informierte man sich z.B. am Stand der LAG PE Saar auch über die Positionen und Ratschläge des Bundesverbandes Psychiatrieerfahrener e.V., über eine Gruppe von und für Eltern mit psychischen Problemen, kaufte aktuelle Bücher des Berliner Antipsychiatrie-Verlags ein oder sprach mit dem Düsseldorfer Literaten Jan Michaelis über seine Krimis. Besondere Tische hatten die europäische Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V. aus Dortmund sowie das saarländische Bündnis gegen Depression und der therapeutische Reithof „Per la Vita“ aus Wadern.


Anregung zu festem Kultur-Selbsthilfetag in Merzig

„Musische Kulturarbeit kennt keine Grenzen, verbindet und hilft gesundheitlich wie gesellschaftlich uns allen“. Nach diesen und anderen einleitenden Worten der Selbsthilfe von Gangolf Peitz, mit einem vorangestellten Gedicht, begrüßte Dr. Alfons Lauer als Oberbürgermeister der Kreisstadt die Gäste. Er bewertete diesen Gesundheitstag als wichtige Bereicherung für Merzig und sei für Folgeveranstaltungen persönlich ansprechbar. Der OB regte den Tag als feste Institution für Merzig an. Als Verortung der ehemaligen saarländischen Landespsychiatrie habe die Stadt thematisch Verantwortung und helfe gerne mit entsprechender öffentlicher Unterstützung.
Schirmherrin Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich stimmte hier zu und zeigte sich beeindruckt auch von der hochwertigen Ausstellung „Chaos und Ordnung“. Verwaltungen seien Chaos und Ordnung gewohnt, das passe also sehr gut. Sie lobte die engagierte, auf Ehrenamt basierende Gesundheitsarbeit der SeelenLaute-Selbsthilfe im Saarland und gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass personelle und finanzielle Kapazitäten immer ausreichten für solch wichtige Projekte und übergab einen Spendenscheck.


„Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es.“

Im Impulsreferat berichtete Diplom-Psychologe Frank Lessel vom den Tag unterstützenden Saarländischen Bündnis gegen Depression in freiem Vortrag zum Thema „Kunst und Depression“, mit dem Saarlouiser Betroffenen-Künstler Mike Mattes als Gesprächspartner und Schirme bemalenden Akteur auf der Bühne. Lessel betonte, dass aktive Kreativität seelisch-gesundheitlich helfe, gemäß Erich Kästners Spruch: „Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es.“


SeelenLaute - besondere Selbsthilfe-Landesorganisation

Gangolf Peitz, Tagesmoderator, berichtete dann zur zwischenzeitlich enorm gewachsenen und seit 2011 landesweit organisierten Arbeit der Selbsthilfe SeelenLaute, die bewusst nicht als Verein konstituiert sei, wegen schlechter Erfahrungen bei anderen Vereinen. Vielmehr ist man als Landesorganisation dem Bundesverband BPE e.V. verbunden, über diesen satzungsbestimmt und gemeinnützig, und mit Partnerinitiativen in der Landesarbeitsgemeinschaft psychiatrieerfahrener Selbsthilfeinitiativen (LAG PE) Saar zusammen geschlossen.
Man arbeitet in der immer schwierigen Finanzierung gut und partnerschaftlich mit dem Gesundheitsministerium und der gesetzlichen Krankenversicherung zusammen, wo man Arbeit, Präsenz und Status als freie Landesorganisation heute zunehmend begrüße und anerkennt. Peitz hob hervor, dass dieser Tag weder von einem Sozialkonzern gemanagt oder entworfen sei, noch von der Pharmaindustrie gesponsert, was man entschieden und aus guten Gründen ablehnt. Dies sei eine wichtige unabhängige Veranstaltung mit Betroffenenkompetenz, „von unten und selbstgestrickt“, den Grundsätzen von Selbsthilfearbeit des Bundesverbandes BPE e.V. verpflichtet.


Kulturelle Selbsthilfezeitschrift und Onlinedienst Kunst

Per persönlichen Besuchen, Telefon- , Brief und E-mail-Kontakten hilft man sich bei SeelenLaute untereinander, betreibt einen kostenfreien Online-Fachinformationsdienst zu „Outsider Art“, Kunst - Psychiatrie - seelische Gesundheit auf www.art-transmitter.de als fast ganzjährige Projektarbeit (mit wechselnden Schwerpunkten) und publiziert die viel gelesene gleichnamige Selbsthilfe-Printzeitschrift „SeelenLaute“, die wichtig auch „vergessene“ Betroffene in Heimen und Einrichtungen erreicht und auch bei beruflichen Profis des Gesundheitssystems beachtliche Aufmerksamkeit bewirkt. Im neuen Heft (ersch. im September) gibt es neben einem großen kulturellen Teil mit Kunst und Poesie unkonventioneller Art eine ausführliche Dokumentation zum Merziger Kultur-Selbsthilfetag sowie Informationen über das Selbsthilfeangebot der Initiativen in der LAG PE Saar. Das Heft ist ab Nr. 5/6 mit diesem inhaltlichen Fokus neu konzipiert.
Elementar sind die offenen SeelenLaute-Monatstreffen in Saarbrücken, sich entwickelnde Ortsgruppen in Merzig und Saarbrücken, die landesweite Präsenz bei Kultur- und Gesundheitsveranstaltungen, regionale und bundesweite Vernetzungen sowie eine starke Öffentlichkeitsarbeit, um die Anliegen von Vorurteilsabbau, Gesundheit, Gesundung und Inklusion aus Sicht der Experten aus Erfahrung zu unterstützen. Zusammen mit den aktiv an der Zeitschrift mitarbeitenden Betroffenen vereint SeelenLaute heute rund 70 Menschen an der Saar.


Lesung, Konzert, Ponyreiten

Ein kleines aber feines Konzert bot am Abend Patric Ludwig. Der Liedermacher und Dichter hat schwere gesundheitliche und menschliche troubles mitmachen müssen, ihm blieben fast nur noch Gitarre und Schreibfeder, wie er erzählte. Mit Blues und eigenen Balladen wie dem „Hungerleiderlied“ oder dem „Sensemann-Song“ setzte er unterhaltsame und nachdenkliche Akzente. Beeindruckend gestaltete sich die viersprachige Gemeinschaftslesung von AutorInnen mit und ohne gesundheitliche Handicaps. Lyrikerin Annette Alt aus Saarbrücken zog die Zuhörer mit ihrer französischen Kurzprosa in den Bann, Patric Ludwig aus Saarburg brachte das Publikum mit seiner moselfränkischen Mundart zum Schmunzeln, Jan Michaelis erbrachte einen poetischen Gruß von der Düssel und Gangolf Peitz schrie den Passus „Seel‘ will zereck, .. hemm!“ aus seinem Mundartwerk von der Bühne.
Das Hofgut „Per la Vita“ bot Ponyreiten im Stadtpark an und informierte die Gäste über seine Reit-, Naturwanderung- und Kulturangebote, mit Kursen und Veranstaltungen in Literatur, Kunst und Musik.


Spannende Ausstellung: Vulva, Weihnachtsosterhase, Völklinger Sax

Dann die Ausstellung. Eine bewährte Zusammenarbeit erfährt SeelenLaute in der Unterstützung durch das renommierte europäische Kunstprojekt Art-Transmitter, das hier zeitgenössische Malerei von zwölf regionalen Art-Transmitter-KünstlerInnen in der exklusiven vierwöchigen Ausstellung "InnenWeltenAußenWelten – Chaos und Ordnung" präsentierte und viele weitere Besucher in die Stadthalle zog. Ob Patrick Rödigs erotische Variationen, Bernd Jakobs verschmitzt karikierender "Weihnachtsosterhase" oder die musikalische Aquarell reihe mit Völklinger Hüttenjazz-Motiv: 80 exponierte Malereien, Zeichnungen und Collagen der so genannten „Outsider Art“ lösten eine positive und spannende Auseinandersetzung mit moderner Kunst und dem Thema Psychiatrieerfahrung aus. Die teilnehmenden KünstlerInnen von Saarbrücken über Saarlouis, Trier, Luxemburg bis nach Belgien hatten über ihre Bildersprache viel zu sagen. Bei der ausschlaggebenden künstlerischen Qualität der Arbeiten nahm es nicht Wunder, dass einige Bilder bereits auf der Vernissage angekauft wurden. Gérard Carau (Beckingen), Chefredakteur des Lothringer Kulturmagazins „Paraple“ führte mit versierten Worten in „Chaos und Ordnung“ ein. Die Bilderliste zur Ausstellung vom 28.08 – 30.09.2011 in der Stadthalle Merzig ist auch online abrufbar unter www.art-transmitter.de.


Abendpodium: Die Künste als Genesung

Schlusspunkt des kreativen Gesundheitstages mit Betroffenenkompetenz bildete das Abendpodium „Künste als Genesung?“. Journalist Liberto Balaguer (Köln/Dortmund) diskutierte mit Experten aus Selbsthilfe, Kunst, Therapie und Theologie, unter Einbeziehung des Publikums.
Chrsitina Quartz (Saarbrücken) verwies dabei als Diskutantin für die Selbsthilfe auf die „Patientenkünstler“ zu Prinzhorns` Zeiten, wie Art Brut entstand und was heute davon in Weltmuseen zu finden ist. Renata Linnhoff (Luxemburg und Rascheid) meinte als Berufskünstlerin, beim Malen sei Sensibilität wichtig, persönliche Krisen seien guter Kunst förderlich. Auch sei es ihr ganz egal, was andere über sie und ihr Werk dächten, entscheidend sei immer die eigene Zufriedenheit. Ralf Schmitt (Merzig), Psychologe und Koordinator der Ateliers im Merziger Klinikum berichtete, dass man in den dortigen Atelierangeboten für PatientInnen mit psychischen Erkrankungen bewusst keine therapeutischen, sondern künstlerische Fachkräfte in die Leitungen berufen hat. Wichtig sei doch auch, Künstler mit Psychiatrieerfahrungen ohne ihren diesbezüglichen „Hintergrund“ zu betrachten und ihre Kunst vor allem außerhalb des Krankenhauses zu zeigen.
Divergent, zunächst unklar verlief die Diskussion zum Begriff der „Outsider Art“, wobei sich aber herausstellte, dass dies auch ein wertfreier oder sogar positiver Begriff des modernen Kunstmarktes ist, keiner einer Stilrichtung.
Volker Bier (Saarbrücken), Pastoralpsychologe bei der saarländischen ökumenischen Telefonseelsorge unterstrich für die Theologie die Bedeutsamkeit der Künste für das Gleichgewicht der menschlichen Seele in religiöser Sicht. Dr. Donald Doenges (Losheim am See) wusste als einer der erfahrensten und individuellen Hilfskonzepten sehr verbundener Psychotherapeut der Region von einigen selbstheilenden Erfolgen mittels Literatur, Kunst oder Musik aus seiner Praxisarbeit zu erzählen.
Auch das Publikum mischte sich erfreulich ein. Ein Professor der Architektur meinte, dass vielleicht zu oft zu sehr intellektualisiert und problematisert würde und nicht nur entlastende musische Aktivität, sondern auch generell manuelles Tun vernachlässigt werde. Manchmal helfe bei Ärger und Downsein auch einfach mal Holz hacken, ein Rezept seines Vaters.
Können die Musen wirklich heilen?, wurde von einem Gast konkret gefragt. Auf dem Podium war man sich einig: sie können Genesung immer fördern. Gangolf Peitz gab per Wortbeitrag zu bedenken, dass es Tabletten, Ärzte und Kliniken offenbar nicht können, da diese immer mehr frequentiert würden. Zudem sei kreative Beschäftigung immer auch Gesundheitserhaltend und vorbeugend zu sehen. Musisch aktive Selbsthilfe eröffne gute alternative Wege der Genesung und erleichtere auch den so genannten Gesunden und Normalen das Akzeptieren von Anderssein, wie es schon Merzigs literarischer Sohn Gustav Regler forderte. Künste als Genesung? Im Fazit der Runde mit Liberto Balaguer wurde die Frage abschließend bejaht: unterstützend, mitunter sogar elementar lösend für Heilungsprozesse und seelische Gesundheit.


Grenzen auflösen, andere Wege gehen

Wird dieser Tag weiter gehen? Aufgrund des großen Erfolges wird nun an der Saar erörtert, was die weiteren personellen Energien und finanziellen Mittel der SeelenLaute ermöglichen. Merzig mit der Stadthalle als feste Institution für diesen Tag erscheint sinnvoll, die fruchtbare „normale“ Zusammenarbeit mit den städtischen Kulturstellen als ein Glücksfall. Vielleicht 2013 mit neuem Podiumsthema „..von der Seele schreiben“? Der 3. Saarländische kulturelle Selbsthilfetag für seelische Gesundheit, das SeelenLaute-Fest 2011 in Merzig setzte Akzente, hat Signalwirkung und wird vielleicht ähnliche Projekte anderorts beflügeln. Denn selbst von Mittelmosel, Rhein, Luxemburg und Straßburg waren Gäste angereist um zu erleben, wie anders ein Gesundheitstag der Selbsthilfe aussehen kann.
Der Tagesmoderator schloss das Programm ab mit Worten des Dankes an Kooperationspartner Art-Transmitter, an die Mitveranstalter Stadt Merzig und Kulturzentrum Villa Fuchs (Merzig-Wadern) für die ausgezeichnete personelle und organisatorische Mithilfe, an die gesetzlichen Krankenkassen AOK Saarland, pronova BKK und BKK ZF & Partner für deren besondere Projektzuschüsse, schließlich ans tüchtige SeelenLaute-Helferteam an Theke, Empfang und Ständen und vor allem ans Publikum fürs Kommen und Teilnehmen. Viel sei noch zu tun zur Verbesserung der Situation psychiatrieerfahrener Betroffener, Merzig habe Alternativen aufgezeigt, einige neue Vernetzungen und Kommunikation angeregt bzw. hilfreich bewirkt.

Die Mühen von einem Jahr vorbereitender Arbeit für einen wichtigen Tag grenzüberschreitender Selbsthilfe haben sich mehr als gelohnt.

- Spenden für die SeelenLaute-Gesundheitsarbeit sind möglich auf das Konto Selbsthilfe SeelenLaute Saar, Kto.-Nr. 450063292 bei der Kreissparkasse Saarlouis (BLZ 59350110) -

Hier die Bilderliste zur Merziger Art-Transmitterausstellung "InnenWeltenAußenWelten - Chaos und Ordnung" (Änderungen nach Hängung vorbehalten), für weitere Informationen (PDF)
Termine

20.11.2017
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