Nachrichten
01.11.2011
Kultur für alle oder Produktion der "feinen Unterschiede"?
(Kooperations-)Tagungen der KuPoGe und ihrer Regionalgruppen
Bonn. Kulturelle Bildung ist als grundlegender Teil der Persönlichkeitsentwicklung, der allgemeinen Bildung und inzwischen auch der beruflichen Bildung anerkannt. Alle, die für die kulturelle Bildung arbeiten, sind davon überzeugt dass sie damit den Menschen etwas Gutes tun.

Aber das schulische ebenso wie das außerschulische ästhetisch-kulturelle Bildungssystem sind kein herrschaftsfreier Raum. Die Künste, die auf sie bezogene kulturelle Bildung und die damit verbundenen Normen und Werte haben gesellschaftliche Funktionen - Integrations-/Inklusionsfunktionen ebenso wie Abgrenzungs-/Exklusionsfunktionen. Auf die "Distinktionsgewinne" durch kulturelle Habitusmerkmale hat der Kultursoziologe Pierre Bourdieu schon Ende der 1970er Jahre hingewiesen. Ist das ehrwürdige Ziel der "Kultur für alle" eine Illusion?

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www.kulturportal-deutschland.de/kp/artikel.html?artikelid=4711
29.10.2011
Wie verrückt ist die Kunst? Wie kreativ ist die Psychiatrie?“
17. Festival „kunst : verrueckt“ 1.-11.11. 2011 in Leipzig
Leipzig. Zum siebzehnten Mal veranstaltet der Psychiatrieverein Durchblick e.V. in Leipzig das Festival „kunst : verrueckt“. Unter dem Motto „Wie verrückt ist die Kunst? Wie kreativ ist die Psychiatrie?“ widmet sich das Festival vom 1. bis 11. November 2011 den vielfältigen Beziehungen zwischen Kunst und Psychiatrie, Kreativität und Verrücktheit.

Dabei präsentiert das Festival sowohl professionelle Künstler mit außergewöhnlichen Produktionen als auch kreative Menschen aus dem Umfeld der Psychiatrie. Das diesjährige Programm umfasst zehn Veranstaltungen, die an unterschiedlichen Orten mit den verschiedensten Partnern realisiert wurden. Ebenso vielfältig ist das künstlerische Spektrum mit Lesungen, Konzerten, Filmaufführungen, Ausstellung und Vortrag.

Start ist am 1. November mit Bridge Marklands „krug in the box“. Die Berliner Tanz-Theater-Performance-Künstlerin ist u.a. durch ihre Collagen klassischer deutscher Theaterstoffe mit populärer Musik bekannt geworden. Markland zeigt im Kleistjahr 2011 am 1.11. in der Moritzbastei ihre originelle Interpretation von Kleists „Der zerbrochenen Krug“. Am 4. November liest Eva Lohmann aus ihrem Roman „Acht Wochen verrückt“. Nach einer Depression muss sich die Hauptfigur des Romans einem achtwöchigen Klinikaufenthalt unterziehen, der ihren Blick auf das vermeintlich Normale verändert und ihrem Leben eine Wende gibt.

Auch die sächsische Mundartdichterin Lene Voigt hat viele Jahre ihres Lebens in der Psychiatrie verbringen müssen. Ob diese schwierige Lebenssituation Lene Voigts künstlerische Produktivität beeinflusst hat, wird auf einem Podiumsgespräch in Kooperation mit der Lene Voigt Gesellschaft am 2. November im Sächsischen Psychiatriemuseum diskutiert. Ebenfalls im Sächsischen Psychiatriemuseum wird am 9. November eine Ausstellung zur zweihundertjährigen Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein eröffnet.

Am 10.11. stellt die Regisseurin Gamma Bak ihren Dokumentarfilm „Schnupfen im Kopf“ in der Filmbar Prager Frühling vor. Der Film ist eine eindringliche künstlerische Auseinandersetzung mit der eigenen Psychose.
Vorbereitet sind weiterhin eine Comiclesung mit der Berliner Lauscherlounge und eine Ausstellung der Künstler des Vereins Durchblick, mit Vernissage von "Ein Haus voller Bilder" am Montag, den 7.11.2011 um 18.00 in der Durchblick Villa. Zum Abschluss des Festivals soll es am 11.11. einen "Narrenzug" der Leipziger Psychiatrievereine und Initiativen zum Leipziger Rathaus geben.

Das Festival wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig.

Kontakt und weitere Informationen bei:
Durchblick e.V.
Mainzer Str. 7, D-04109 Leipzig
Thomas R. Müller, Tel: 0341 14061413
museum@durchblick-ev.de
www.kunst-ist-verrueckt.de
Art-Transmitter jetzt im Verband DER PARITÄTISCHE
28.10.2011
Art-Transmitter jetzt im Verband DER PARITÄTISCHE
Dortmund. Der Trägerverein des Kunstprojektes Art-Transmitter, die Europäische Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V. (EGfK), ist jetzt dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtverband beigetreten. Ingrid Nölle, 1. Vorsitzende der EGfK: "Mit unserer Mitgliedschaft möchten wir den Landesverband NRW stärken und zugleich den Spitzenverband auf Bundesebene unterstützen. Soziale Träger brauchen eine starke Lobby gegenüber der Politik. Gegen Sozialabbau, Privatisierungswahn und für die Menschen, die ofmals nur schwer in der Öffentlichkeit gehör finden." Mit der Mitgliedschaft möchte der gemeinnützige Verein aber auch einen weiteren Schritt in die Professionalisierung seiner Arbeit leisten. So sind im Aufnahmevertrag neben dem Nachweis der Gemeinnützigkeit auch eine Reihe von Buchungspflichten aufgeführt, die dem PARITÄTISCHEN regelmäßig nachzuweisen sind. Darüberhinaus hat der Landesverband jederzeit das Recht, Einsicht in die Bücher und Unterlagen des Trägervereins von Art-Transmitter zu verlangen. Nölle: "Wir möchten unseren Förderern und Unterstützern ein deutliches Signal geben, dass wir mit den Sponsorengeldern verantwortungsvoll umgehen und uns die Transparenz unserer Finanzen besonders wichtig ist"

Mehr zum PARITÄTISCHEN unter:
www.der-paritaetische.de/
Termine

15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr
27.10.2017
28.10. – 30.12.2017
"Cuba Outside" in Amsterdam
Galerie Hamer präsentiert derzeit "Cuba Outside", mit Arbeiten von fünf Außenseiterkünstlern des Riera Studio-Ateliers in Havanna. Dies ist mehr