Nachrichten
30.12.2011
Goethe-Institut nach 60 Jahren gefragt wie nie
„Aarabischer Frühling“ hat Arbeit in Nordafrika und Nahost stark beeinflusst
Berlin. Hilfe beim Aufbau von zivilgesellschaftlichen Strukturen in Nahost, Belebung der europäischen Nachbarschaften und eine Renaissance der deutschen Sprache in der Welt – im 60. Jahr seines Bestehens stellt sich das Goethe-Institut neuen Herausforderungen.

2011 beging das Institut seinen 60. Geburtstag. „Die vielen Glückwünsche und Danksagungen aus aller Welt waren eine wertvolle Bestätigung unserer Arbeit“, betonte Präsident Klaus-Dieter Lehmann auf der Berliner Jahrespressekonferenz. „Die nicht minder zahlreichen Herausforderungen des Jubiläumsjahrs haben gezeigt, dass die Arbeit der 150 Goethe-Institute heute mehr denn je gefragt ist. Galt es damals, Deutschland in die internationale Staatengemeinde zurückzuführen, so liegt heute die Aufgabe darin, den Erwartungen gerecht zu werden, die eine immer stärker fragmentierte Welt an ein demokratisches und gefestigtes Deutschland im Herzen der EU stellt.“

Der Ausbruch des arabischen Frühlings hat die Arbeit der Goethe-Institute in Nordafrika und Nahost stark beeinflusst. Dank langjähriger und intensiver Beziehungen zu Künstlern, Intellektuellen, Bloggern und Filmemachern haben sich viele Institute rasch als Ansprechpartner und Dialogforen etabliert. Allen voran Kairo, das in seiner Tahrir-Lounge unweit des gleichnamigen Platzes jungen Ägyptern nicht nur die Möglichkeit des freien Meinungsaustausches und friedlichen Dialogs bietet, sondern mit Informationsveranstaltungen und praxisorientierten Seminaren zu Themen wie Frauenrechte, Online-Journalismus und Umweltverschmutzung einen Beitrag zum Aufbau der Zivilgesellschaft leistet. „Das Ziel, den Menschen .. ein offener und helfender Ansprechpartner auf Augenhöhe zu sein“ präge auch die Planungen für 2012, unterstrich Generalsekretär Hans-Georg Knopp.
www.goethe.de
Art-Transmitter wünscht FROHE WEIHNACHTEN
24.12.2011
Art-Transmitter wünscht FROHE WEIHNACHTEN
.. und ein gutes 2012!
Dortmund. Kunstprojekt und Redaktion des Online-Portals von Art-transmitter, sowie der Vorstand des Trägervereins Europäische Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V., wünschen den Kunden, Förderern, Lesern, Mitarbeitern und Projektpartnern, sowie besonders allen Art-Transmitter-Künstlerinnen und Künstlern von Herzen frohe Weihnachtstage und ein glückliches neues Jahr.

Joyeux Noel! - Feliz Navidad! - Sretan Bozic! - I Nova Godina! - Glædelig Jul! - Kala Christougenna! - Vrolijk Kerstfeest! - Buon Natale! - Merry Christmas - Schéi Krëschtdeeg! - Wesolych Swiat! - Boas Festas! - Pozdrevlyayu s prazdnikom Rozhdestva! - God Jul! - Schöni Wienacht oder E guëti Wiënachtä!

Das Team von Art-Transmitter
Günter Wallraff sammelt Kunst von Psychiatrieerfahrenen
15.12.2011
Günter Wallraff sammelt Kunst von Psychiatrieerfahrenen
Kritik an Ärzten, die Künstler per Psychopharmaka ihrer Kreativität berauben
Berlin. Die Saarbrücker Anlaufstelle für Selbstbestimmt Leben informiert über ihren aktuellen Newsletter, in Kooperation mit dem Nachrichtenprojekt von Selbsthilfe SeelenLaute Saar, von der jüngsten Tagung der organisierten deutschen Psychiater, November 2011 in Berlin.
Schriftsteller Günter Wallraff (geb. 1942), Psychiatriekritiker seit langem, erzählte in seinem Gastvortrag auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) unter dem Motto „Personalisierte Psychiatrie und Psychotherapie", er sammle Malerei von psychisch erkrankten Menschen. Die Bilder würden aber immer weniger und schlechter, weil man diese KünstlerInnen „so mit Psychopharmaka zuknallt, dass sie diese Impulse nicht mehr haben".

Literatur meets Medizin. Zwei Welten prallten quasi aufeinander.
Ein Autor, unzählige Ärzte und Wissenschaftler als Teilnehmer und Referenten. Selbst die Stufen neben den Sitzreihen im Saal des ICC waren belegt, so viele Gäste wollten den Literaten Wallraff hören. Und mit ihm nichts zu medikamentösen Therapiestrategien oder zur „Früherkennung psychiatrischer Störungsbilder“. Wallraff stattdessen beleuchtete die autoritär geprägte Psychiatrie der unmittelbaren Nachkriegszeit, konkret und auch ohne Pardon. In seiner eigenen (verrückten) Diagnose-Akte während seiner Bundeswehrzeit (und -aktion) in den 70er Jahres hieß es damals von Psychiaterseite: "Er hätte auch im Verteidigungsfall nur als Versager auftreten können." Heute sei das eine große Ehrung, meinte Wallraff. Aber damals habe er an sich gezweifelt, die Diagnose habe ihn so irritiert, dass er nach seiner Entlassung nicht in seinem Beruf als Buchhändler arbeitete, sondern durch Europa trampte und in Obdachlosenasylen übernachtete.

Der Schriftsteller erntete in Berlin vehementen Beifall. Vielleicht war es der Applaus für ein Ressort, welches selbst noch seinen Platz innerhalb der Medizin sucht. Fast verwirrt klangen die Worte von Kongresspräsident Prof. Dr. med. Peter Falkai (DGPPN), wie psychiatrieerfahrene Beobachter berichteten. Der fühlte sich mit seinem Psychiatriefachgebiet „im Vergleich mit den anderen medizinischen Disziplinen“ plötzlich "stigmatisiert". Falkai im Weiteren dort wörtlich: "Man versteht die Arbeit des Psychiaters nicht richtig."

Bleibt ergo zu hoffen, dass die deutsche Psychiatrie bessere Hilfe, ja Therapie erfährt und sich einholt, gerade von den Künsten. Und Günter Wallraff und die Gesellschaft wieder normale bzw. mehr dieser besonderen „Outsider Art“-Werke sammeln können.
Termine

15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr
27.10.2017
28.10. – 30.12.2017
"Cuba Outside" in Amsterdam
Galerie Hamer präsentiert derzeit "Cuba Outside", mit Arbeiten von fünf Außenseiterkünstlern des Riera Studio-Ateliers in Havanna. Dies ist mehr