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02.03.2012
Erste Art Brut-Biennale im Mai in Holland
10.05. - 16.05.2012 in Hengelo
Hengelo, Niederlande. Vom 10.05. - 16.05.2012 findet zum ersten Mal eine große Art Brut-Biennale im niederländischen Hengelo statt. Viele Organisationen, darunter das Kunsthaus Kannen (Münster), Künstler, Kunstprojekte und Museen wollen den Besuchern breitbandig Informationen und Kunstwerke anbieten. Zum Programm gehören auch ein Symposion, so wie ergänzende Theatervorstellungen und ein Filmprogramm.
Veranstalter in Hengelo ist ein Zusammenschluss von Mitarbeitern diverser Pflegeorganisationen, die mehr Aufmerksamkeit auf diese außergewöhnliche Kunst lenken, und hier über Wünsche und Möglichkeiten informieren wollen.

Ohne das Werk der Art Brut-Künstler wäre die Geschichte der Kunst im 20. Jahrhundert ganz anders verlaufen. In den 1920er Jahren entdeckten professionelle Künstler das Werk von Patienten mit psychischen Erkrankungen. Sie waren überrascht von Intensität, Authenzität und dem Reichtum an Bildern und Gedanken. Sie imitierten diese Qualitäten sogar in ihrem eigenen Oeuvre nach.

De Art Brut Biennale 2012 gaat over kunst in zijn meest directe en ongeremde vorm. Puur en onbevangen, gemaakt door kunstenaars met een psychische ziekte of een verstandelijke beperking. Hun werk verdient de aandacht van het grote publiek. De Art Brut Biennale biedt daarvoor het podium: een week lang krachtige kunst in de vorm van exposities, workshops, debatten, lezingen, theatervoorstellingen en andere optredens. Het tweejaarlijkse evenement vindt voor het eerst plaats van 10 t/m 16 mei bij de Creatieve Fabriek in Hengelo.

Contact: voor nadere informatie over de Art Brut Biënnale kunt u mailen naar projectcoördinator Christine Ribbert: abb2012@akkuh.nl
www.artbrutbiennale.nl
02.03.2012
Letzte Chance sich zu beteiligen
Frist für psychokulturelles Filmprojekt endet am 9. März
Frankfurt a.M. Das psychokulturelle Filmprojekt "DIE META-MORPHOSE" hat gute Chancen realisiert zu werden. Von dem benötigten Budget in Höhe von 12.500 € für die Postproduktion des Dokumentarfilmes sind über 10.000 € durch die neue Finanzierungsform "Crowdfunding" aufgebracht worden. Bis zum 9. März, da ist sich Daniel Siebert (Regie) sicher, werden die fehlenden ca. 2.000,00 € zusammen sein. Die Idee ist, die "breite Masse" (growd) für ein Projekt zu begeistern und zur Finanzierung (funding) zu motivieren. Dabei sind selbst Kleinstbeträge von 5 Euro willkommen. Crowdfunding wird damit zum Instrument der Zivilgesellschaft, bei der die "Inteligenz des Schwarms" genutzt wird. Daniel Siebert: "Wir sind für jede Art der Unterstützung dankbar. Und wer sich an dem Film nicht finanziell beteiligen kann, sollte Freunden und Bekannten davon erzählen."

Der Film über die Geschichte der META BAND und deren psychisch kranken Mitglieder, ist eine Ode an seine liebenswert-kauzigen und eigenwillig-genialen Charaktere, die sich ganz nebenbei auf eine spannende Heldenreise begeben - nach 15 Jahren Bandgeschichte steht ihr erster großer Auftritt an.
Nach erfolgtem Schnitt soll der Film auf diversen Festivals gezeigt werden und (wie die Produzenten hoffen) spätestens dann eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt von seiner Relevanz für die Ausstrahlung im Fernsehen überzeugen.

Beteiligungsmöglichkeiten und Infos unter:

www.startnext.de/meta-morphose
28.02.2012
Gegen den Sinn des Persönlichen Budgets
Presseerklärung zur Einschränkung der Rechte Behinderter im Saarland
Saarbrücken. Im Saarland soll das Recht behinderter Menschen auf ein Persönliches Budget eingeschränkt werden. Betroffenen soll zukünftig verwehrt sein, sich selbstbestimmt Hilfen im Bereich Alltagsgestaltung zu organisieren. Nach Auffassung des Landesamtes für Soziales hätten diese Hilfen ihren Zweck nicht vorrangig in der Eingliederung behinderter Menschen, sondern dienten nur dem allgemeinen Wohlbefinden. Die definierten Rechte von BürgerInnen mit Behinderungen sollen hier eingeschränkt werden, konkret: integrierende Teilnahmen bei VHS-Seminaren, einem Tai Chi-Kurs oder der Besuch eines Fitnesscenters seien nicht mehr budgetfähig. „Den Hilfebedarf entscheidet der Leistungsträger“ heißt es harsch von der Behörde und man rät z.B. alternativ den Besuch einer Tagesklinik. Die Informationen haben bei den Betroffenen Angst und Sorgen ausgelöst. Im Saarland sind derzeit 266 Persönliche Budgets gewährt, mehrheitlich an Menschen mit seelischen Behinderungen. Erste rechtliche Schritte gegen Ablehnungsbescheide laufen, wenngleich dies die Betroffenen zusätzlich gesundheitlich belastet.

Bestürzung äußerten u.a. Selbsthilfeverbände. Lt. LAG PE Saarland ist die neue Sicht- und Vorgehensweise des regionalen Amtes unrechtmäßig, persönliche Genesungsentwicklung und Gesundheitserhalt würden so behindert. Das Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen dürfe nicht verletzt, dieses wichtige Hilfeinstrument nicht auf den Kopf gestellt werden.

Mit gemeinsamer Presserklärung vom 23.02.2012 haben sich Betroffenenverbände, Angehörige und Fachleute solidarisiert. Sie weisen darauf hin, dass der Nationale Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorsieht, dass Menschen mit Behinderungen ein Recht auf eine selbstbestimmte und umfassende Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens haben sollen. Gerade die Wahlfreiheit des Persönlichen Budgets soll die Selbstbestimmung behinderter Menschen fördern. Die Unterzeichner rufen die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung im Saarland auf, ihre Pläne zurückzunehmen. Sie begrüßen in diesem Zusammenhang auch die Entscheidung des Landesbehindertenbeirats, die Verabschiedung des saarländischen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu verschieben, weil der bisherige Entwurf dem Landesbehindertenbeirat nicht weit genug geht. Die Erklärung ist unterzeichnet von der Saarbrücker Anlaufstelle für Selbstbestimmt Leben (ASL), dem Büro für Kultur- und Sozialarbeit (Bous), der Landesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener (LAG PE) Saarland, dem Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener BPE e.V., der Europäischen Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V. Experten und Einrichtungen aus Gesundheit und Therapie haben sich der Kritik angeschlossen, Allgemeinpresse und Fachmedien greifen das Thema erfreulich sensibel auf.

Beispielhaft drei Kommentare aus dem BürgerInnenengagement. Vom Büro für Kultur- und Sozialarbeit (Bous) heißt es: „Das ist der Weg in die falsche Richtung. Es darf nicht sein, dass Idee, Wirkung und Zielführung (des PB) verfälscht werden. Die Gehandicapten wollen (und sollen) ja ..raus aus Klinik, WfB, Wohn- und Tageseinrichtung, Reha oder Krankengymnastik. Sogar unter finanziellem Aspekt erscheint die mitgeteilte Denkweise verkehrt und rückschrittlich.“ Die Saarbrücker ASL verweist zusätzlich auf die Mitteilungen vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, wonach die behinderten BürgerInnen als Experten in eigener Sache entscheiden sollen, welche Hilfen für sie am besten sind und welcher Dienst und welche Person zu dem von ihnen gewünschten Zeitpunkt eine Leistung erbringen soll.
Dipl.-Psychologe Martin Urban (Esslingen), mit langjähriger Expertenerfahrung auch im Saarland, beurteilt die Vorgänge noch drastischer: „Aus meiner Sicht ist es dies aus juristischer Sicht ein Unding und aus humanitärer Sicht eine Katastrophe, dass dieses fortschrittlichste aller Gesetze im psychosozialen Bereich -das zum Persönlichen Budget- gegen den Sinn des Gesetzestextes … eingeschränkt und beschnitten wird. Das ist ein schweres Unrecht gegenüber den Betroffenen und ihren Grundrechten, und darf daher nicht unwidersprochen hingenommen werden!“

Nachdem die aktuelle Problematik im Persönlichen Budget bekannt wurde, zeigte sich die Behörde plötzlich zum Gespräch mit Interessenvertretern bereit. Diese verdeutlichten dem Amt erneut, dass das Persönliche Budget nicht zu Lasten kranker und behinderter Menschen entfremdet werden dürfe.
Termine

20.11.2017
22.11. galerie gugging
Vernissage "Navratils Künstlergästebuch“
Maria Gugging (Österreich). Die Eröffnung der Ausstellung „Navratils Künstlergästebuch“ findet am 22. November 2017 um 19.00 Uhr statt und ist bis 14. mehr
15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr