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Heise-Kunstpreis 2012 – Autohaus lädt KünstlerInnen ein
08.04.2012
Heise-Kunstpreis 2012 – Autohaus lädt KünstlerInnen ein
Werke zum Thema „plusminus“ bis 13. April einreichen
Dessau. Der Heise-Kunstpreis richtet sich an Künstler aus der Region, aber auch aus dem gesamten Bundesgebiet und wurde erstmals im Jahr 2007 ausgelobt. Die Arbeiten zu einem jährlich wechselnden Thema werden von einer Fachjury bewertet, die besten Bilder werden in der industrieromantischen Alten Feuerwache gezeigt. Der Sieger erhält auf der Vernissage eine Prämie in Höhe von 1000 Euro, der beste Nachwuchskünstler bekommt 250 EURO. Ab 2012 gibt es darüber hinaus einen Publikumspreis.

Bewerbungsunterlagen und Ausschreibung können im Netz heruntergeladen werden und liegen in den Autohäusern in Dessau und Köthen aus, außerdem ist jetzt auch die Bewerbung über ein Online-Formular möglich. Das Thema der fünften Auflage des Heise-Kunstpreises lautet „plusminus“, der Wettbewerb steht KünstlerInnen aus Malerei und Grafik ohne Altersbegrenzung offen.
Vernissage und Preisverleihung sind am 11. Mai, die Ausstellung ist vom 14. bis 26. Mai in Dessau, Alte Feuerwache, in der Wasserwerkstraße zu besichtigen. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 13. April 2012, vor Ort in den Heise-Häusern, per Post oder Kurier oder online unter
www.heise-kunstpreis.de
Einladung zu ALLE AUGEN ZÄHLEN am 9. Juni in Wadern
06.04.2012
Einladung zu ALLE AUGEN ZÄHLEN am 9. Juni in Wadern
4. Saarländischer kultureller Selbsthilfetag für seelische Gesundheit
Wadern. Dieser nunmehr vierte große, überregionale kulturelle Selbsthilfetag in Deutschland findet unter dem Titel „Alle Augen zählen“ am Samstag, den 9. Juni 2012 von 15.00 – 21.00 Uhr als Open Air auf dem Hofgut Per la Vita, Zum Bildchen 86, in Wadern-Morscholz statt (bei schlechtem Wetter im örtlichen Bürgerhaus).

Es gibt hier interessante Referate, Infostände, ein spannendes Abendpodium, eine „Outsider Art“- Kunstausstellung, sowie Live-Kabarett, Lesungen und Musik von KünstlerInnen und AutorInnen mit und ohne Handicaps aus ganz Deutschland. Die Band „StringGrass“ spielt am Abend Blues. Kaffee & Kuchen, Schwenkbraten & Getränke werden zu kleinem Preis angeboten, der Eintritt ist am ganzen Tag frei. Veranstalter ist Selbsthilfe SeelenLaute Saar im BPE e.V., in Kooperation mit Hofgut Per la Vita (Wadern), der Stadt Wadern, dem Europäischen Kunstförderprojekt Art-Transmitter (Dortmund) und dem Saarländischen Bündnis gegen Depression (Saarbrücken), mit freundlicher Unterstützung des Saarländischen Ministeriums für Gesundheit und der gesetzlichen Krankenversicherung.

Betroffene, Selbsthilfevertreter, Angehörige, berufliche Experten, Gesundheits- und Kulturinteressierte, alle Bürgerinnen und Bürger sind aufs Herzlichste zu Erfahrungs- und Informationsaustausch, zu Begegnung, Vernetzung und zum Mitfeiern eingeladen! Prospekte & Plakat mit weiteren Informationen sind ab Ende April kostenlos erhältlich, gegen Rückporto 1,45€ bei: Büro für Kultur-und Sozialarbeit, Gangolf Peitz, Lindenstr. 21, D-66359 Bous und zeitnah auch auf www.art-transmitter.de herunterladbar.
Bundessozialgerichtsurteil stellt Wahlfreiheit für Betroffene im Persönlichen Budget klar
27.03.2012
Bundessozialgerichtsurteil stellt Wahlfreiheit für Betroffene im Persönlichen Budget klar
Wolfgang Hüppe, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung fordert Kostenträger zur Einhaltung auf
Berlin, Kassel, Saarbrücken. Wie die Saarbrücker Anlaufstelle für Selbstbestimmt Leben (ASL) gemeinsam mit der Pressestelle von Selbsthilfe SeelenLaute Saar mitteilt, weist der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Wolfgang Hüppe, in einer diesbezüglichen Presseinformation betont auf das Urteil des Bundessozialgerichts vom 30. November 2011 hin. Das Gericht habe klargestellt, "dass Leistungen für behinderte Menschen dem Menschen folgen und nicht umgekehrt". Dies ist nach Ansicht Hüppes ein deutliches Signal für mehr selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Handicaps. Menschen mit Behinderung können nach der Klarstellung des Bundessozialgerichts nicht mehr mit dem Hinweis abgespeist werden, ein Persönliches Budget z.B. zu Werkstattleistungen ohne Anbindung an eine Werkstatt für behinderte Menschen sei vom geltenden Recht nicht gedeckt. „Die Kostenträger sind jetzt gefordert, den berechtigten Wünschen der behinderten Menschen zu folgen“, erklärte Hüppe. Das oberste deutsche Sozialgericht hat in der Urteilsbegründung ausdrücklich die Bedeutung des Persönlichen Budgets nach § 17 SGB IX hervorgehoben. Es sei nicht bloß eine Form der Leistungserbringung. Menschen mit Behinderung sollen notwendige Leistungen selbst bestimmen und sich frei verschaffen können.

Im Saarland wurde die Nachricht beim Landesamt für Soziales (LAS) bzgl. der von diesem Kostenträger begonnenen Einschränkungen der Wahlfreiheit in ähnlich gelagerten Fällen zur Kenntnis genommen. Betroffene, Angehörige, Selbsthilfeverbände (darunter Selbsthilfe SeelenLaute Saar, Unabhängige Psychiatrieerfahrene Saarbrücken sowie leitende Vertreter der LAG PE Saar im Bundesverband BPE e.V.) und Experten forderten über die ASL die Verwaltungsstelle in Saarbrücken auf, noch bestehende Ablehnungsbescheide umgehend zurückzunehmen und Behinderte im Saarland nicht vor Gericht zu zwingen. Das regionale Amt solle die beschriebene Wahlfreiheit im Persönlichen Budget generell anerkennen und einhalten, da gesetzliche Regelung und Rechtsprechung hier eindeutig seien.

Nach vehementen Beschwerden und rechtsanwaltlicher Intervention hatte das Amt Anfang März bereits einige Ablehnungsbescheide zurück genommen. Der Direktor des Hauses hat nun eine neue Prüfung angekündigt, meint aber immer noch, (die) Fälle nach Entscheidung des Amtes (somit gegen den Willen Betroffener) bescheiden zu können, was nach wie vor das Grundprinzip der Wahlfreiheit im Persönlichen Budget „auf den Kopf stellt“, wie es Behindertenvertreter mit Bedauern und erneuter Kritik bewerteten. In diesem Zusammenhang soll das Amt jetzt zu einem Gespräch beim Landesbehindertenbeirat eingeladen werden. Rechtliche Grundlagen sowie menschlich-ethische und gesellschaftliche Dimension des Umgangs mit Menschen mit Behinderung übers Persönliche Budget sollen verstärkt verdeutlicht werden.

Die Europäische Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V. unterstützt im Sinne der Betroffenen die saarländischen und bundesweiten Bemühungen in der realen Umsetzung des Persönlichen Budgets, gerade auch für Künstlerinnen und Künstler mit Behinderung, als sinnvolle und nachhaltige Hilfe zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben sowie in der Teilhabe am Arbeitsleben.
Termine

15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr
27.10.2017
28.10. – 30.12.2017
"Cuba Outside" in Amsterdam
Galerie Hamer präsentiert derzeit "Cuba Outside", mit Arbeiten von fünf Außenseiterkünstlern des Riera Studio-Ateliers in Havanna. Dies ist mehr