Nachrichten
24.01.2014
"Kunst braucht keinen Arzt!"
PSU-Heft 1/2014 mit vergleichendem Artikel über Outsider Art
Bonn. Dem Jahreswechsel wohnt die Tendenz zur Bilanzierung inne: Der Blick zurück sagt, was geht und was nicht. In Heft 1/2014 der trialogisch publizierten Psychosozialen Umschau (PSU) blickt Nils Greve auf die neuen Modelle der so genannten Integrierten Versorgung, Michael Welschehold auf die Gegenwart und Zukunft der Krisendienste und Lieselotte Mahler zeigt auf, wie sich sogar die statischen Strukturen einer psychiatrischen Station den Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten öffnen können. An anderer Stelle werden die gesundheitspolitischen Perspektiven unter der neuem Großen Koalition reflektiert. Dazu im Heft wie immer aktuelle Meldungen aus Psychiatrie & Gemeinde, Kunst & Kultur, Arbeit und Reha, Selbsthilfe Betroffener und Angehörigen-Selbsthilfe.

Im Kulturteil sticht der Artikel "Sind nicht alle Künstler Outsider?" hervor. Outsider Art-Kenner und Art-Transmitter-Journalist Gangolf Peitz macht sich darin engagierte Gedanken zum Bedeutungswandel dieser besonderen Kunstsparte und ihrer Begrifflichkeit, vor allem entstanden nach Eindrücken vom Luxemburger Internationalen Outsiderkunst Symposion und seinem Besuch der ersten (aus New York kommenden) Outsider Art-Messe in Paris im Oktober 2013. Peitz meint und mahnt in seinem spannenden Beitrag, dass sich die KünstlerInnen nicht von Markt, Medien oder Medizin ("Kunst braucht keinen Arzt!") vereinnahmen lassen sollen und hofft, dass auch in Deutschland die Outsiderkunst eines Tages ganz normal daher- und ankommt.
www.psychiatrie-verlag.de/zeitschriften/psychosoziale-umschau.html
Neues Art Brut & Outsider Art-Museum in Zürich
13.01.2014
Neues Art Brut & Outsider Art-Museum in Zürich
All you need is passion – Musée Visionnaire ist eröffnet
Zürich. Seit Ende November 2013 kann man Outsider Art im neuen Zürcher Musée Visionnaire entdecken. Betrieben vom gleichnamigen gemeinnützigen Verein, bereichert das Haus den Kulturkalender der Schweizer Großstadt mit besonderen Ideen und zeitgenössischer Kunst außerhalb der Normen. Gelegen zwischen Hauptbahnhof und Kunsthaus bietet es prominenten Platz für die Kunst von Außenseitern: Art Brut sprengt Grenzen, ist überwältigend, kennt keine Konventionen und ist manchmal schwer erträglich, fragil oder vergänglich. Die Öffentlichkeit soll dies nicht nur sehen, sondern aktiv teilhaben, Diskurs ist angesagt, wie es die Veranstalter formulieren.
Der Name des Museums bezieht sich zum einen auf den englischen Begriff der Visionary Art, der auf den bald bahnbrechenden, bald obsessiven Charakter der Kunst verweist, zum anderen auf das Bestreben, die Besucher aktiv in den Prozess der Kuration einzubinden.

Die Kuratoren Rea Furrer und Rémi Jaccard zeigen Werke, die außerhalb der (so genannten) normalen Gesellschaft entstanden sind. Jaccard in einem Interview zum Trend der Outsider Art: „Ich glaube, das hat mit einem ¬stärker werdenden Bedürfnis nach Authentischem zu tun. Nach Einflüssen, die nicht akademisch verkopft sind. Es gibt immer wieder Phasen, in ¬denen die Kunst das Wahrnehmbare zu erweitern versucht.“

Die Sammlung des Visionnaire besteht aus Bildern, Skulpturen und Objekten von über sechzig vorwiegend europäischen KünstlerInnen, mit Exponaten von namhaften "Outsidern" wie Ilija Bosilj, Oswald Tschirtner, Josef Wittlich, Michel Nedjar oder Carlo Zinelli, neben weniger bekannten Newcomern wie Gregory Blackstock, Paul Amar oder Arbeiten des italienischen Ateliers La Tinaia. Als Wechselausstellung ist in diesem Winter die Exposition „All you need is passion“, vom 22.11.2013 bis 15.03.2014 zu besichtigen, mit Werken von Graham ACKROYD, Christiane ALANORE, Paul AMAR, Ulrich BLEIKER, Guido BONI, Giovanni GALLI, Wolfgang HUEBER, Michel NEDJAR, Heinrich REISENBAUER, Gérard RIGOT, André ROBILLARD, Volkmar SCHULZ-RUMPOLD, PASTORE, Oswald TSCHIRTNER u.a.m.


Musée Visionnaire
Predigerplatz 10, CH-8001 Zürich
Tel. +41 44 251 66 57
Geöffnet Mittwoch bis Samstag 14.00 – 18.00 Uhr, sowie jeden 18. im Monat von 18.00 – 22.00 Uhr.
www.museevisionnaire.wordpress.com
09.01.2014
SHG SeelenLaute Merzig 2014, für seelische Gesundheit und Inklusion
Selbsthilfegruppe Psychiatrieerfahrener engagiert sich für Merzig-Wadern
Merzig. Seit 2010 ist die Selbsthilfegruppe SeelenLaute Merzig, als eigene Ortsgruppe der Landesinitiative Selbsthilfe SeelenLaute Saar im BPE e.V., für das nördliche Saarland aktiv, damit gerade dieser ländliche Landkreis mit Selbsthilfeangeboten nicht vernachlässigt ist. Man trifft sich regelmäßig zu Erfahrungs- und Informationsaustausch in einem Cafe zentral in Merzig-City, darüber hinaus in Privaträumen und bedient Merzig-Wadern mit Informationen zu Selbsthilfe-Alternativen für (mehr) seelische Gesundheit. Per Öffentlichkeitsarbeit, per Projektveranstaltungen, per regionaler Forenmitarbeit, und mit Präsenzen an Fachtagen dieser Region. Man arbeitet dabei zudem z.B. mit der psychotherapeutischen Praxis Dr. Doenges (Losheim am See), mit dem Hilfezentrum Per la Vita (Wadern-Morscholz) oder dem Verein GauGriis (Beckingen) bewährt zusammen.

Die SHG unterstützt Kontaktfindungen gerade auch kreativ ambitionierter hiesiger BürgerInnen mit psychischen Handicaps, so mit Begleitungen zu Fach- und öffentlichen Veranstaltungen, sowie mit individuellem Besuchsdienst. Weitere Informationen und Kontakt über die zentrale SeelenLaute-E-mail-Adresse: selbsthilfe_seelenlaute-saar@email.de
Termine

21.09.2018
3. „SeelenLand“-Abend 10.10. in Trier
„Barrierefrei wohnen. Auch für die Seele?“, Kästner-Livemusik mit Rap & Outsider Art

3. „SeelenLand“-Abend 10.10. in Trier

Trier. „SeelenLand – Zum Dritten“‚ heißt es am 10. Oktober, dem Welttag der Seelischen Gesundheit, bei der AWO in der Saarstraße und als erste Veranst mehr
20.09.2018
EXTRAORDINAIRE! in Heidelberg
Unbekannte Kunst aus Schweizer Psychiatrien um 1900
Heidelberg. Museum Sammlung Prinzhorn zeigt vom 11. Oktober 2018 bis 20. Januar 2019 die Wanderausstellung „Extraordinaire!“. Künstlerisches Schaffen mehr
17.09.2018
Kunst von Harald Stoffers
Bis 27.9. in Hamburg zu sehen
Hamburg. Galerie der Villa der Elbe-Werkstätten GmbH arbeitet als Werkstatt für behinderte Menschen (WfB) und zeigt bis 27. September 2018 abstrakt-te mehr