Nachrichten
25.09.2013
LINKE kritisiert schleppende Umsetzung des Persönl. Budgets
Auch KünstlerInnen mit psychischen Handicaps könn(t)en es spezifisch nutzen
Berlin. "So viele teure Kampagnen und Gutachten der Bundesregierung und doch nur geschätzt 20.000 Anträge zum Persönlichen Budget, davon fast die Hälfte aus dem kleinen Bundesland Rheinland-Pfalz. Die kommende Bundesregierung sollte statt Schönfärberei das Gesetz ernsthaft überarbeiten, damit das Persönliche Budget für die Betroffenen nutz- und handhabbar wird", erklärt im September 2013 der behindertenpolitische Sprecher der Bundestagfraktion DIE LINKE, Dr. Ilja Seifert, zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage zur Entwicklung des Persönlichen Budgets seit 2009.

Auf die Leistungsform Persönliches Budget besteht seit 2008 ein verbindlicher Rechtsanspruch. Mit dieser Leistungsform können Menschen mit Behinderung auf Antrag anstelle von Dienst- und Sachleistungen eine Geldleistung oder Gutscheine erhalten, um sich die für die selbstbestimmte Teilhabe erforderlichen Assistenzleistungen selbst zu organisieren. Mehr als fünf Jahre nach Einführung dieses Rechtsanspruchs gibt es noch immer ganz erhebliche Umsetzungsdefizite in der Praxis. Zwar ist die Nachfrage von BürgerInnen mit Behinderungen zum PB gestiegen, die Antrags- und Bewilligungsverfahren gehen aber häufig nur schleppend voran und es bleibt u.a. das Problem der Anrechnung bzw. Abhängigkeit von Einkommen und Vermögen.

Auch KünstlerInnen mit seelischer Behinderung sind unter den Antragsstellern und Beziehern des Persönlichen Budgets, mit unterschiedlichen Erfahrungswerten bzgl. spezifischer Hilfen im Kunst-relevanten Teilhabebereich.
DIE MALER laden zum HEIMSPIEL 2 ein
23.09.2013
DIE MALER laden zum HEIMSPIEL 2 ein
Vernissage am 9. Oktober im GPZE Elmsbüttel
Hamburg. Die hanseatische Künstlergruppe DIE MALER lädt alle Freunde und Kunstinteressierten zur Vernissage ihrer neuen Ausstellung ein, am 9. Oktober unter dem Titel "Heimspiel 2", im Gemeindepsychiatrischen Zentrum Elmsbüttel, Hochallee 1, 20149 Hamburg. Gezeigt werden Malerei, Zeichnung und Skulptur. Die Eröffnung beginnt um 15 Uhr, die Ausstellung ist dann bis 11. Dezember 2013 (montags bis freitags 9.00 – 16.00 Uhr) zu besichtigen.

Per ÖPNV ist das GPZE mit der U1, Haltestelle Hallerstrasse, oder mit dem 115 Bus, Haltestelle Parkallee zu erreichen.

Informationen im Netz unter:
www.die-maler-hamburg.de
Art Brut-Ausstellung im MuSeele Göppingen
09.09.2013
Art Brut-Ausstellung im MuSeele Göppingen
Werke aus einer Privatsammlung bis 29. November 2013 zu sehen
Göppingen. Etwa 80 Kunstwerke der sogenannten Art Brut aus einer Privatsammlung sind seit Juli im Göppinger Museum MuSeele ausgestellt und werden zum Verkauf angeboten. Die Künstler sind meist im psychiatrischen Kontext wahrgenommen worden und genießen zwischenzeitlich auch auf dem Kunstmarkt eine hohe Wertschätzung. Unter den vielen Namen sind Johann Garber, Oswald Tschirtner, Franz Kernbeis, Ignazio Carles-Tolrà, Kurt Gminder, Ursula Schumann, Abram Wilhelm, Uwe Paulson, Monika Jäger und Karin Wulsten zu nennen. Der Verkaufserlös kommt dem gemeinnützigen Verein MuSeele e.V. zugute.

Das MuSeele ist ein Museum über die Geschichte der Psychiatrie und über Psychiatriegeschichten im Klinikum Christophsbad in Göppingen, Deutschland. The MuSeele is a museum of the history of psychiatry in the psychiatric hospital Christophsbad in Göppingen, Germany. Das Haus ist mittwochs von 16 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Führungen sind nach Voranmeldung auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich. Der Eintritt beträgt 1 € pro Person. Führungen kosten zusätzlich 25 €.

Das Museum beschreibt sich über seinen Trägerverein wie folgt: „Die Psychiatrie ist eine umstrittene Institution und für viele Menschen irgendwie unheimlich. Dazu trägt die sehr wechselhafte und zum Teil tragische Geschichte bei. Unser Anliegen ist es, möglichst viele Aspekte kritisch der Öffentlichkeit näher zu bringen. Hemmschwellen und Vorurteile wollen wir abbauen, ohne die auch heute noch bestehenden Probleme zu beschönigen ... Psychiatry is a contested institution and for many people somehow eerie. Its extremely varied and partly tragic history contributes to this. It is our intention to critically introduce as many aspects as possible to the public. We want to reduce barriers and prejudices without putting a varnish over the problems that still exist today.”

MuSeele e. V.
Faurndauer Straße 6-28
D-73035 Göppingen
Fon/Phone: +49 (0)7161-6019712
E-Mail: info@museele.de
www.museele.de
Termine

15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr
27.10.2017
28.10. – 30.12.2017
"Cuba Outside" in Amsterdam
Galerie Hamer präsentiert derzeit "Cuba Outside", mit Arbeiten von fünf Außenseiterkünstlern des Riera Studio-Ateliers in Havanna. Dies ist mehr