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OUT OF ART – Dutch Magazine for current Outsider Art
09.11.2013
OUT OF ART – Dutch Magazine for current Outsider Art
Articles and features are summarized in English
Amsterdam. This print art magazine in Dutch is made about current Outsider Art in the broadest sense of the term. In Out of Art, Outsider Art is interpreted as a niche in contemporary art. Each issue is focusing on a particular theme and contains articles on artists, collectors, inspirational locations, publications and exhibitions. The agenda lists current events. Different authors have columns and often there is a poem on the back cover. Articles and features are summarized in English to widen the readership. The magazine is published twice a year (May and December). Subscriptions are available.


OUT OF ART - Magazine voor actuele Outsider Art

Dit kunstmagazine gaat over actuele Outsider Art in de breedste zin van het woord. In Out of Art wordt Outsider Art opgevat als een onderdeel van de hedendaagse kunst. In elk nummer is aandacht voor een thema en voor rubrieken met artikelen over kunstenaars, verzamelaars, inspirerende plekken, publicaties of tentoonstellingen. Soms schrijven wisselende auteurs een column of plaatsen we een gedicht. De agenda, die ook op deze website wordt bijgehouden, vermeldt actuele evenementen. Voor een groter bereik worden thema-artikelen en rubrieken in het Engels samengevat. Out of Art verschijnt twee maal per jaar, doorgaans in mei en december. Wie op de hoogte wil blijven neemt een abonnement. Losse nummers zijn te kopen of te bestellen.


Annual subscription (two issues a year) costs € 15 in the Netherlands, € 22,50 within Europe and € 27,50 outside Europe. To subscribe contact: Abonnementenland, Postbus 20, NL 1910 AA Uitgeest, The Netherlands
Tel. 00 31 (0)251-257926 (from abroad)

Editor address / Redactieadres:
Out of Art
Karin Verboeket
Prins Hendriklaan 43, NL 1075 BA Amsterdam
info@out-of-art.nl
www.out-of-art.nl
Malerei, Druckgrafik und Zeichnungen von Hans-Dieter Holtz
31.10.2013
Malerei, Druckgrafik und Zeichnungen von Hans-Dieter Holtz
7. – 28. November 2013 in Neustadt im Hans Ralfs-Haus
Neustadt. Einen Einblick in sein künstlerisches Schaffen gibt der Inhaber des Neustädter Ateliers GRAFIK DESIGN HOLTZ, Hans-Dieter Holtz, jetzt im Hans Ralfs-Haus für Kunst und Kultur. Seine überwiegend abstrakten Arbeiten beschäftigen sich zumeist mit dem Zusammenspiel von Linien und farbigen Flächen. Druckgrafiken mit einfachen Mitteln, Zeichnungen kombiniert mit Stempeldruck, Farbspielereien aus digitalen Vorlagen, Collagen – oft liegt die Konzentration auf der Linie, die einer Fläche Struktur und Halt gibt, sie aber auch im destruktiven Sinne zerkratzen oder zerstören kann.

Dauer der Ausstellung: 7. November – 28. November 2013, Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 9:00 - 16:00 Uhr, freitags 9:00 - 15:00 Uhr und sonntags 11:00 – 17:00 Uhr in Anwesenheit des Künstlers. Ausstellungseröffnung ist am 6. November 2013, um 19:00 Uhr, im Hans Ralfs-Haus für Kunst und Kultur, AMEOS Einrichtungen, Wiesenhof, 23730 Neustadt. Der Künstler ist bei der Vernissage anwesend.

Offensive Outsider Art-Fair Paris 2013
26.10.2013
Offensive Outsider Art-Fair Paris 2013
Erste Europaausgabe der New Yorker Messe in kleinem feinem Stil
Paris. Wide Open Arts, als Agentur heute Organisator der inzwischen 21 Jahre alten US Outsider Art Fair, bekam zur ersten Europa-Edition „die Hütte voll“. Dem Team um Andrew Edlin ist es gelungen, vom 24. bis 27. Oktober 25 renommierte Galerien aus den Staaten (darunter auch seine eigene), Europa und Japan ins Boutique-Hotel Le A nach Paris zu versammeln, um den Besuchern „extraordinary and unique works by internationally acclaimed artists“ zu präsentieren. Bekannte und neue Namen der internationalen Outsider-Kunst, mit unterschiedlichsten Viten der Autodidakten-Künstler. Dabei konkurrierte man zeitlich-örtlich bewusst zur etablierten französischen Messe für zeitgenössische Kunst, mit der Foire Internationale d´Art Contemporain (FIAC) im pompösen Grand Palais, mit 184 Galerieständen und über 3000 repräsentierten Künstlern. Das Le A liegt unweit der Champs Élysées, zehn Fußminuten sind’s bis zum Palais.


David gegen Goliath? – From Outside zu Inside

Die US-Presse schreibt interessiert und umfänglich über ein dort gewohntes Sujet, sei es in der New York Times oder in Art in America. In Frankreich titelt Quotidien De L´Art mit “Une foire d´art brut s´installe à Paris pendant la FIAC” und im Oktober sind die dortigen Gazetten und Internetseiten recht voll mit Art Brut-Thematik rund um die amerikanische Outsider Art-Landung an der Seine. Die mediale Rezeption in Deutschland bleibt erwartungsgemäß zurückhaltend, kaum ein großes Feuilleton recherchiert und informiert. Aus Deutschland schickte die Europäische Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V. (Sitz Dortmund) für ihr engagiertes Kunstprojekt und Nachrichtenportal art-transmitter den Saarbrücker Outsiderkenner Gangolf Peitz als Journalist zur OAF nach Paris.
Während in Europa, vor allem in Deutschland, „Outsider Art“ bis dato mit Kunst aus psychiatrischem Kontext definiert wird -mit den bekannten Vorbehalten in Kunstszene und Öffentlichkeit-, ist in den USA diese Sparte längst eine (kommerzialisierte) Kunstmarke, die sich auf alle „self-taught“ Künstler, aus allen möglichen so genannten gesellschaftlichen Randgruppen bezieht. Das Authentische soll punkten. Evident macht hier der Markt ein Outside zum Inside, bis nur noch ein Wortspiel -zur Kundenwerbung- bleibt. Dass Künstler für besondere expressive Kunst immer eigen, anders, und im besten Sinne verrückt sein müssen, normalisiert sich so quasi the American way. Ergo versuchen die Amerikaner in Europa Fuß zu fassen, kunstmarktrelevant „Europa zu erobern“, wie ein US-Kunstzeitung glossierte. London und Paris standen zur Auswahl, Kunsthändler Edlin entschied sich fürs Geburtsland der Art Brut nach Dubuffet, für Frankreichs Metropole.


25 Galeristen und Rahmenprogramm im Boutiquehotel

Dabei scheint die Kunst-Rechnung von Wide Open Arts aufzugehen. Hatten sich im Frühjahr erst zwei Galerien für Paris angemeldet, umfasste die Liste im Oktober 25 angemeldete Ausstellerstände: US-Galeristen, von New York über Chicago bis nach Oakland und Santa Fe, dann französische Adressen (natürlich Christian Berst) aus Paris oder Straßburg, aber auch Händler aus Luxemburg (Galerie Toxic), Italien, England, Japan, und eine deutsche gewerbliche Spezialgalerie (Wasserwerk.Galerie Lange, Siegburg). Die Lobby des Hotels diente als Raum für die Vernissage, ausgestattet mit Werken zeitgenössischer amerikanischer Outsider, aber auch ein Wölfli lud die Gäste am Eingang ein. In den Zimmern von fünf Etagen des Le A präsentierten sich die Galeristen mit ihren Werken und Künstlernamen. Die Vernissage war gut besucht, mehrere hundert Besucher frequentierten schließlich das Haus zu dieser feinen kleinen anderen Messe. Eine PR-Agentur hatte für umfangreiche Bewerbung der vier Tage gesorgt, Messedirektorin Becca Hoffman war mit Interviews in diversen Pariser Medien zu lesen und zu hören. Die auf französisch geführten OAF talks zeigten hohes Niveau. Ein aufmerksames Kunstpublikum hörte so am Samstagmorgen ein aufschlussreiches Fachgespräch zwischen Nanette Jacomijn Snoep, Direktorin beim Musée du quai Branly und der freien Kuratorin und Kunstkritikerin Sandra Adam-Couralet, moderiert von Valérie Rousseau vom American Folk Art Museum, in dem es um einen Vergleich von Schamanenkunst und Art Brut ging.


Authentizität und Markt – Außenseiterkunst kommt an

Logisch dass hier Kunstmarkt- und Marketingprofis wirkend werken, denn Veranstalter und ausstellende Kunsthändler wollen zufrieden stellende Deals einfahren. Plus teilweise -und die meist immer als letzte in der Kette- die vertretenen Künstler. Natürlich beschäftigt den europäischen Beobachter in der Reflexion der OAF New York/Paris die Frage, inwieweit originäre Kunst unter Money und Marketenderei leidet. Sind Outsider im Kunstmarkt etabliert, verliert sich das Wort. Ändern, beeinträchtigen sich die Inhalte, die Qualitäten der Werke der für mehr künstlerische Freiheit stehenden Außenseiterkünstler? Oder ist ihr situativer Kontext heute ein anderer als zu früheren Zeiten, auch der der (europäischen) „Psychokünstler“? Sind letztlich nicht alle richtigen Künstler unbedingt Outsider, universell und zeitlos? Aspekte, die bei uns ständig in der Erörterung sind. Le Monde schreibt am 25. Oktober, dass es paradox sei, wenn Werke von Künstlern mit verarmtem oder leidvollem Lebenshintergrund jetzt in einem Komforthotel gezeigt und verkauft würden. Ein Widerspruch, der Gefühle von Respektlosigkeit erzeugen könne. Andererseits fänden sie nur so den Weg in den anerkannten Kunstbetrieb.

Die Altmeister der Art Brut, wie sie derzeit in einer Ausstellung der Fachzeitschrift „Raw Vison“ bis Sommer 2014 im Museum Halle St. Pierre am Montmartre zu sehen sind, faszinierten manche Art Brut-Liebhaber in ihrer expressiven Extravaganz mehr als das Gros dessen, was man an Neuem im Hotel Le A sah. Die Repräsentanz der American Primitive Gallery, dann das Creative Growth Art Center (Oakland), die Vertreter aus Frankreich oder die Londoner Henry Boxer Gallery stachen dort vielleicht noch am meisten ab.

Wie die Galerien ihre Messeergebnisse beurteilen, wird weniger bekannt. Wide Open Arts spricht von einem respektablen Erfolg der ersten Europausgabe der Outsider Art-Fair in Paris. Andrew Edlin hat recht, dass die Beachtung und Anerkennung von art brut und outsider art nie so groß war wie heute, Nach der beachtlichen Präsenz auf der diesjährigen Biennale in Venedig hat auch die OAF Paris weitere „Schockwellen“ ins Kunstestablishment nach Europa gebracht. Außenseiterkunst wird sich zunehmend normalisieren, kommt an.

© Text und Foto: bks/Gangolf Peitz, Saarbrücken
Termine

15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr
27.10.2017
28.10. – 30.12.2017
"Cuba Outside" in Amsterdam
Galerie Hamer präsentiert derzeit "Cuba Outside", mit Arbeiten von fünf Außenseiterkünstlern des Riera Studio-Ateliers in Havanna. Dies ist mehr