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Harfe, Trommeln und mehr.. für die Seele!
14.07.2014
Harfe, Trommeln und mehr.. für die Seele!
Erfolgreiches Selbsthilfeseminar-Kreativprojekt im MGH Saarburg
Saarburg. Mit engagierten Teilnehmern und Referenten von Mosel und Saar klangen die ersten kreativen Selbsthilfe-Seminartage RLP für seelische Gesundheit am 11./12. Juli 2014 in Saarburg mit guter Resonanz aus. Das Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Lokalen Bündnis für Familie e.V., im soziokulturellen Zentrum Mehrgenerationenhaus am Staden, freundlich unterstützt von den regionalen GKV-Kassen DAK, AOK, Knappschaft und IKK, gelang. Hilfreich erwies sich die Kooperation mit der Europäischen Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V.

In den Workshops wurde aggressionsbefreiend getrommelt, beruhigend an der Harfe gespielt, Ablenkung und Aufhellung durch gemeinsamen Gitarrengesang eingeübt, im Lyrikseminar selbsttherapeutisch geschrieben. Die bewegungssportive Wanderung führte über den Saar-Wanderweg hoch zur Burg. Der Zielsetzung „Wort, Klang, Bewegung, Stille – Für die Seele!“ wurde wirksam Rechnung getragen, Miteinander, Inklusion und Vorurteilsabbau vom Veranstalter Selbsthilfe SeelenWorte RLP vorgelebt.

Zum öffentlichen Info-Stand Seelische Gesundheit berichtete auch der Trierische Volksfreund. „Normales“ Haus- und Café-Publikum informierte sich hier, Selbsthilfezeitschriften und Bücher aus Betroffenenfeder bzw. alternativen Verlagen weckten Interesse, initiierten aufklärende Gespräche.

Man will die zwei Selbsthilfetage im MGH Saarburg etablieren. 2015 sollen die Themen Kunst und Ernährung in die Seminartage einbezogen werden. Nach diesem Starterfolg soll die Bewerbung noch intensiviert werden.
Museum Charlotte Zander beherbergt über 4000 Werke
13.07.2014
Museum Charlotte Zander beherbergt über 4000 Werke
Die außergewöhnliche Sammlerin und Mäzenin verstarb im Frühjahr
Bönnigheim. Charlotte Zander, Sammlerin und Förderin besonderer Kunst, ist im März im Alter von 83 Jahren in München verstorben. Bis zuletzt war sie ihrem Lebenswerk verpflichtet, – einer der weltweit umfangreichsten und hochkarätigsten Sammlungen zur Kunst der Naive, Art Brut und Outsider Art. Es ist ihr großes Verdienst, diese Kunstrichtung früh entdeckt und gefördert zu haben. Konsequent, unabhängig vom Zeitgeist trug sie in über sechzig Jahren mehr als 4000 Gemälde und Skulpturen zusammen, eine einzigartige Kombination von Kunst der Autodidakten. Künstler wie Seraphine Louis, Henri Rousseau, Morris Hirshfield, André Bauchant, Camille Bombois oder Adolf Wölfli sind hier wichtiger Bestandteil. Für den außergewöhnlichen mäzenatischen Einsatz wurde ihr 1997 der Art-Cologne-Preis verliehen.

Ab 1959 sammelte Charlotte Zander Kunst der Naive. 1965 kamen
Arbeiten von Künstlern der Art Brut und der Outsider Art hinzu. 1970 gründete sie in München die Galerie Charlotte, die ein Zentrum des Kunsthandels für self taught-Art in Deutschland wurde. Zander präsentierte „ihre“ Künstler auf wichtigen Messen wie Art Basel oder Art
Cologne und machte international mit zahlreichen Ausstellungen und Publikationen auf sie aufmerksam. 1995 schloss sie die Galerie, um sich intensiv ihrer Sammlung zu widmen. Es war ihr vehementer Wunsch, die Kunst der Naive, Art Brut und Outsider Art der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So begründete sie 1996 in Schloss Bönnigheim das Museum Charlotte Zander, das heutige Domizil der Sammlung.

Charlotte Zander war fasziniert von der individuellen Autonomie der Einzelgänger, ihren Obsessionen, ihren ureigenen Weltbildern und ihrer kompromisslosen Ästhetik. Sie wurde zur leidenschaftlichen Vermittlerin, die beharrlich um die Akzeptanz dieser Kunstrichtung kämpfte.

Die kunsthistorischen Highlights der Sammlung sind in einer ständigen Präsentation im 1. und 2. Stock des Schlosses zu sehen. Als Sonderausstellung (Dauer unbefristet) zeigt man derzeit im Erdgeschoss die Ausstellung „Ergänzungen – Schenkungen – Entdeckungen“.

Museum Charlotte Zander
Schloss Bönnigheim
Hauptstr. 15, D-74357 Bönnigheim
Tel: +49/7143/4226
www.sammlung-zander.de
07.07.2014
Kreatives Prekariat: Wie lebt es sich von und mit der Kunst?
Loccumer Kulturpolitisches Kolloquium in KuMi Nr. 145 dokumentiert
Bonn/Berlin. In der aktuellen Ausgabe der Kulturpolitischen Mitteilungen (Nr. 145) sind markante Vorträge vom Loccumer Kolloquium, von Alexandra Manske, Michael Söndermann, Dieter Haselbach, Hans Abbing und Adrienne Goehler abgedruckt.

Deutschland leistet sich – nach den Verlautbarungen der Kulturpolitiker – die teuerste kulturelle Infrastruktur weltweit und kann dabei nicht Sorge tragen, dass die kulturellen Produzenten von ihrer Tätigkeit richtig leben können? Oder besteht gerade im Missverhältnis zwischen Infrastrukturförderung und Künstlerförderung das Problem? Die AutorInnen diskutieren diese Fragen engagiert in der neuen Ausgabe.
www.kulturportal-deutschland.de/kp/artikel.html?artikelid=6388
Termine

20.11.2017
22.11. galerie gugging
Vernissage "Navratils Künstlergästebuch“
Maria Gugging (Österreich). Die Eröffnung der Ausstellung „Navratils Künstlergästebuch“ findet am 22. November 2017 um 19.00 Uhr statt und ist bis 14. mehr
15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr